Lichtblick für Qimonda: EU schließt Hilfe nicht aus

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute in Brüssel den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, zu einem Vier-Augen-Gespräch getroffen.

Ziel war es, mit ihm über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mikroelektronikstandorte und ihre Bedeutung für die europäische Industriepolitik zu sprechen. Nach dem Gespräch sagte Ministerpräsident Tillich in Brüssel, er fahre mit dem guten Gefühl nach Dresden zurück, dass der Kommissionspräsident sich der besonderen Situation der europäischen Mikroelektronik auf beeindruckende Weise bewusst sei.
 
„Das war ein sehr gutes Gespräch mit dem Kommissionspräsidenten, in dem wir intensiv miteinander gesprochen haben. Aus dem Vier-Augen-Gespräch nehme ich mit: Die Kommission hat das Thema erkannt, und wir haben in José Manuel Barroso einen sehr wichtigen Fürsprecher, der um die industriepolitische Bedeutung der Mikroelektronik als Querschnitttechnologie weiß.“

Für potentielle Investoren am Chipstandort Sachsen sei das ein ganz wichtiges Signal aus Brüssel. Mit Blick auf Qimonda sagte Tillich, Barroso habe klar signalisiert, dass Brüssel gegebenenfalls einen Antrag auf beihilferechtliche Genehmigung einer Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfe sehr kurzfristig prüfen werde.

Tillich sagte weiter: „Der Freistaat Sachsen ist nach wie vor bereit, auf der Basis eines belastbaren Businessplans Qimonda zu helfen. Für eine Rettung des Unternehmens ist zwingend, dass ein privater Investor gefunden wird und das Unternehmen die Perspektive hat, wieder wirtschaftlich zu arbeiten und die Arbeitsplätze auf Dauer zu erhalten.“

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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