Liebe auf Umwegen – Don Pasquale feiert Premiere an der Oper Leipzig

Die menschliche Natur bietet immer wieder Stoff für Theaterstücke und Opern. +++

Besonders, wenn sich die Protagonisten entgegen der gesellschaftlichen Erwartungen verhalten und darüber hinaus Intrigen ins Spiel gebracht werden. Dies ist auch in Donizettis Oper Don Pasquale der Fall, welche am 8. Februar Premiere an der Oper Leipzig feiert.

Der reiche Junggeselle Don Pasquale möchte sich verheiraten. Allerdings hat er mit 70 das heiratstypische Alter längst überschritten. Sein Neffe Ernesto hingegen ist im richtigen Alter, aber Norina, seine Auserwählte, ist in den Augen des Onkels nicht die Richtige. Denn sie ist mittellos.

Da mischt sich der Arzt Malatesta in die Geschehnisse ein. Er habe eine passende Kandidatin für Don Pasquale gefunden. Was dieser jedoch nicht weiß ist, das es sich dabei um die Auserwählte seines Neffen handelt. Um Norina. Und so nimmt die Intrige der beiden seinen Lauf.

Die Regisseurin Lindy Hume hat sich für die Produktion etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Geschichte beginnt im 18. Jahrhundert und bewegt sich mit jeder neuen Szene eine Epoche weiter. Allerdings nur im Bezug auf die Kostüme und das Bühnenbild. Die Geschichte bleibt die gleiche. Eröffnet werden die jeweiligen Epochen durch den Wechsel der Bühnenbilder. Das Timing ist bei einer sich drehenden Bühne äußerst wichtig. Doch den Darstellern macht die Arbeit bei den Proben sehr viel Spaß.

Die Kostümwechsel machen sehr gut deutlich, dass das Stück trotz seines Alters nicht an Aktualität verloren hat. Denn die menschliche Natur hat sich seit damals nicht wirklich verändert. Wie das Stück am Ende aussehen wird, und welche Epochen sich in den Kostümen und im Bühnenbild widerspiegeln werden, das sei an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten.