Lieferboykott für höhere Milchpreise

Im Kampf um höhere Milchpreise beteiligen sich derzeit bundesweit Landwirte an einem unbegrenzten Lieferstopp.

Seit Januar ist der Preis von 40 Cent auf knapp 27 Cent pro Kilogramm gesunken. Laut dem Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter beteiligen sich Deutschlandweit insgesamt 32.000 Milchbauern an der Aktion. Auch in der Region Chemnitz nehmen Landwirte an dem Streik teil. Milchviehalter Frank Bernhard stoppte seine Lieferungen um ein Zeichen zu setzen.

Interview: Frank Bernhard – Landwirt

Die Milch wird nun, wie auch hier in Niederfrohna zum Teil an Kühe und Kälber verfüttert oder einfach in die Gülle gekippt. Denn zu nicht einmal kostendeckenden Preisen wollen die Bauern nach eigenen Aussagen ihre Milch nicht verkaufen. Zentrale Forderung des Verbandes und damit auch der Milchviehhalter sind 43 Cent pro Kilogramm.

Interview: Frank Bernhard – Landwirt

Doch nicht nur auf die Bauern hat der enorm niedrige Preis Auswirkungen. Bei weiter andauerndem Lieferstopp in der Region bleiben die Regale, in denen wir sonst die frische Milch finden, wohl in Zukunft fast leer.