Lili Elbe erhält restaurierte Grabstelle auf dem Trinitatisfriedhof zurück

Die Wiedererrichtung der Grabstelle von Lili Elbe wurde durch die internationale Filmproduktion „The Danish Girl“ ermöglicht. Lili Elbe gilt als erster intersexueller Mensch, der sich in Berlin und Dresden einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog.

Am Freitagnachmittag findet eine Gedenkveranstaltung für Lili Elbe (1882-1931) mit anschließender Einweihung der wiedererrichteten Grabstelle in die Feierhalle des Trinitatisfriedhofs Dresden, Fiedlerstraße 1, statt. Die Wiedererrichtung der Grabstelle von Lili Elbe wurde durch die amerikanisch-britisch-deutsche Filmproduktion „The Danish Girl“ ermöglicht. Unter den Ehrengästen am 22. April befinden sich deshalb neben S.E. Friis Arne Petersen, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, die amerikanische Filmproduzentin Gail Mutrux, sowie David Ebershoff, US-amerikanischer Autor einer Biografie über Lili Elbe. Ebershoff weilte bereits im September 2015 zu einem Besuch in Dresden.

Die amerikanische Filmproduktions- und Verleihgesellschaft Focus Features übernahm die Kosten für eine bildhauerische Neugestaltung des Grabsteines in Höhe von 4.100 Euro, damit die Grabstelle wieder aufgebaut werden kann. Deren Film „The Danish Girl“ startet am 7. Januar 2016 in den deutschen Kinos und erhielt einen Oskar für die beste weibliche Nebenrolle (Alicia Vikander als Gerda Wegener).

Lili Elbe (1882-1931), Hauptfigur des Films, starb in Dresden und wurde Anfang der dreißiger Jahre auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof beigesetzt. Sie wurde sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Organen geboren und gilt als erster intersexueller Mensch, der sich in Berlin und Dresden einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog. Allerdings kam es daraufhin zu Komplikationen, an deren Folge Lili Elbe verstarb und in Dresden beigesetzt wurde.

Quelle:  Evangelisch in Dresden