Lindenauer Hafen soll neu erblühen – Spatenstich für bauliche Erschließung

Der Lindenauer Hafen gehört neben dem Karl-Heine-Kanal zu den großen Potentialräumen im Leipziger Westen. So in etwa formulierte es Leipzigs Baubürgermeister Martin zur Nedden Freitagmittag. Denn er und viele andere standen mit Spaten bewaffnet in der Nähe des Hafenbeckens. Mit Elan warfen sie Erde in die Luft – und beschlossen: Diese Gegend soll neu erblühen. +++

Direkt pflanzen wollten sie mit ihren Spaten zwar nichts. Aber zur Blüte wollen sie dieser Gegend trotzdem verhelfen. Der Lindenauer Hafen soll neu erschlossen werden. Rund um das Hafenbecken entsteht ab 2013 ein attraktives Gebiet, in dem gearbeitet, gewohnt, gelebt, und genossen werden kann. Ein gänzlich neues Stadtquartier entsteht hier am Wasser. Und das bringt auch Synergieeffekte für alle umliegenden Gebiete mit sich.

Interview: Martin zur Nedden, Baubürgermeister

Seit 1943 gibt es den Lindenauer Hafen bereits. Eigentlich sollte er als End-Umschlagpunkt des Elster-Saale-Kanals genutzt werden. Doch dann kam der Krieg dazwischen und zerstörte diese Pläne.

Nun soll der Lindenauer Hafen wieder als Umschlagpunkt dienen. Für nächstes Jahr ist der Durchstich geplant: Das Hafenbecken wird mit Karl-Heine- und Elster-Saale Kanal verbunden.
Eine weitere Wasserstraße für Leipzig. Und das mit kompletter Hafenanbindung. Das freut die Freunde der Wasserstadt.

Interview: Sabine-Heymann, Wasser-Stadt_Leipzig e.V.

Bevor es soweit ist, bereitet man hier erstmal die Erschließung des Areals vor. Aber wer schon immer mal vorhatte, innenstadtnah an einem Hafen und mit eigenem Bootsanleger zu wohnen,
der hat hier ganz gute Chancen, bald Wurzeln zu schlagen.