Linke- Gesundheitskarten für alle Flüchtlinge

Sachsen- Sachsens Linke fordern eine elektronische Gesundheitskarte für alle Flüchtlinge.

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Es wäre gut, wenn ukrainische Kriegsopfer bald solch eine Karte bekommen würden und damit medizinisch versorgt werden könnte, teilt die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel am Donnerstag in Dresden mit. Jedoch bleibe für viele andere geflüchtete Menschen in Sachsen das Problem bestehen. Ein Rahmenvertrag mit einer Krankenkasse sollte vom Freistaat Sachsen geschlossen werden, so wie es schon in Berlin, Brandenburg und Thüringen längst durchgeführt wird, so Nagel.

2020 hatte die Landeshauptstadt Dresden auf eigene Faust eine elektronische Gesundheitskarte eingeführt, worauf Nagel verwies. «Die Erfahrungen sind bis heute positiv. Befürchtungen, die Kosten könnten explodieren oder Betrugsfälle sich häufen, wurden entkräftet. Es ist nicht haltbar, Geflüchtete aus der Krankenversicherung auszuschließen und ihren Zugang zu Gesundheitsleistungen zu erschweren.» Deshalb sei es wichtig, in ganz Sachsen eine solche Karte einzuführen, die für alle Geflüchteten gelte.

Auch die Grünen hatten schon nach einer Gesundheitskarte für alle Flüchtlinge, egal welcher Herkunft, verlangt. «Wir wollen Parallelstrukturen und eine unterschiedliche Behandlung von Geflüchteten aus der Ukraine und Geflüchteten aus anderen Herkunftsländern verhindern», erklärte die Parteichefin Christin Furtenbacher von den Grünen. Die Versorgung mit Gesundheitsleistungen sei ein Menschenrecht, das für alle gleichermaßen gelte. (mit dpa/sn)