Linke kritisieren Kosten für Flüchtlingsunterbringung

Am Mittwoch will der Leipziger Stadtrat über die Anschaffung von Schnellbau-Modulen entscheiden.

Diese sollten für den Neubau zweier Flüchtlingsunterkünfte benutzt werden. Geplant ist eine neue Asylunterbringung auf dem Prager Dreieck, gegenüber vom Technischen Rathaus. 350 Plätzen sollen dort für 6,7 Mio. Euro entstehen.
Eine zweite Unterkunft ist auf der Diezmannstraße geplant. Hier sollen 500 Flüchtlinge zu einem veranschlagten Preis von 9 Millionen Euro unterkommen.

Die Links-Fraktion im Leipziger Stadtrat meldete nun aber Bedenken an. Die Schnellbau-Module seien zu teuer. Außerdem habe man nicht das Gefühl genügend Informationen über die Angebote erhalten zu haben, um ihre Wirtschaftlichkeit ausreichend beurteilen zu können.

Insgesamt habe die Stadt zwanzig Angebote für Modulbauten eingeholt. Das gab Reinhard Wölpert vom Leipziger Stadtplanungsamt gegenüber der LVZ bekannt. Für die Unterkunft in der Prager Straße sollen Stahlbaumodule benutzt werden. Diese waren ehemals für das Bonner Bundestagsgelände vor über zwanzig Jahren hergestellt worden. Wölpert verteidigte die ausgewählten Bauteile gegenüber der LVZ als beste Variante. Für ein Interview mit Leipzig Fernsehen standen sowohl das Stadtplanungsamt als auch das Sozialamt am Dienstag nicht zur Verfügung.