LINKE setzen auf Mitgliedervotum bei Landtagswahl

Dresden - Die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2019 soll bei Sachsens Linken über einen Mitgliederentscheid beschlossen werden. Dafür hat sich der Landesvorstand ausgesprochen. Folgt der Landesparteitag am 25. August dem Vorschlag, sind alle Mitglieder der sächsischen Linken dazu aufgerufen, sich an der inhaltlichen und personellen Debatte zu beteiligen.

Der Landesvorstand hat sich auf seiner letzten Sitzung am Freitagabend in Dresden für einen Mitgliederentscheid über die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2019 ausgesprochen. Er folgte damit dem Vorschlag von Landesvorsitzender und Landesgeschäftsführer. So beauftragte der Landesvorstand die Erarbeitung eines Wahl- und Aufstellungsverfahrens für die Landtagswahl, welches nicht nur einen Mitgliederentscheid über die Spitzenkandidatur, sondern auch eine Mitgliederbefragung über die inhaltliche Schwerpunktsetzung für den Wahlkampf vorsehen soll. Folgt der Landesparteitag am 25. August dem Vorschlag, sind alle Mitglieder der sächsischen LINKEN dazu aufgerufen, sich im Oktober und November an der inhaltlichen und personellen Debatte zu beteiligen und damit direkt über das Auftreten der Partei im Wahlkampf mitzuentscheiden.

Dazu erklärt Antje Feiks, Landesvorsitzende der sächsischen Linken: „Ich habe meine Kandidatur zur Landesvorsitzenden mit dem Versprechen verbunden, die sächsische Linke als Mitgliederpartei neu aufzustellen und mehr basisdemokratische Beteiligung unserer GenossInnen zu etablieren. Dass der Landesvorstand mit einstimmigem Votum diesem Vorhaben folgt, werte ich als klares Signal, dass dieser Wunsch nach mehr Beteiligung in der Partei breit getragen wird. Mein Wunsch ist es, dass die GenossInnen, die vor Ort unserer Partei ein Gesicht geben und unsere Wahlkampagnen umsetzen, auch direkten Einfluss darauf bekommen, für was sie auf der Straße stehen und kämpfen.“

Thomas Dudzak, Landesgeschäftsführer der sächsischen Linken ergänzt: „Folgt auch der Landesparteitag dem Vorschlag des Landesvorstandes, werden wir im Oktober und November eine intensive Zeit der inhaltlichen und personellen Vorbereitung auf den anstehenden Landtagswahlkampf erleben. Auf 13 Regionalkonferenzen sollen sich die Mitglieder mit Personal und Inhalt auseinandersetzen. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung zur Schwerpunktsetzung im Wahlkampf wird die Grundlage für die Kampagnenplanung und die Erarbeitung des Landtagswahlprogramms bilden. Und mit dem Entscheid werden die Mitglieder unmittelbar bestimmen, wer diese Inhalte im Wahlkampf für unsere Partei vertreten soll. Diese Breite der basisdemokratischen Beteiligung ist mindestens für das sächsische Parteiensystem beispiellos. Es sagt deutlich: Bei uns kommt es auf jede Genossin, auf jeden Genossen an.“

Quelle: Die Linke Sachsen