Linksextremismus-Prozess in Dresden bis November verlängert

Dresden - Der Prozess gegen vier mutmaßliche Gewalttäter aus der linken Szene am Oberlandesgericht Dresden dauert noch länger. Bisher war er bis August terminiert.

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Das Verfahren befinde sich noch mitten in der Beweisaufnahme. Es brauche mehr Zeit zur Befragung von Zeugen und zur Aufklärung, sagte ein Sprecher. Deshalb legte der Staatsschutzsenat nach Angaben vom Donnerstag weitere 20 Verhandlungstage bis Ende November fest.

Die Generalbundesanwaltschaft wirft der aus Kassel stammenden Studentin Lina E. und drei Männern aus Leipzig und Berlin vor, zwischen 2018 und 2020 Leute aus der rechten Szene in Leipzig, Wurzen und Eisenach gezielt attackiert und zusammengeschlagen zu haben. Die Anklage lautet außerdem auf Bildung einer kriminellen Vereinigung, in Lina E. wird die Anführerin gesehen. Die junge Frau sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft, ihre Mitangeklagten sind auf freiem Fuß. (mit dpa)