Linksjugend Dresden gegen Aufklärungstour der Bundeswehr durch Schulen

Bundeswehr soll in Schulen Aufklärung leisten dürfen +++ Linksjugend Dresden fürchtet die Militarisierung der sächsischen Schulen +++ Aktion dagegen morgen vor Kultusministerium +++

Bundeswehr Raus aus den Schulen

Gegen die Militarisierung der sächsischen Bildungslandschaft

Am 21.12.2011 will Kultusminister Roland Wöller (CDU) eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr unterzeichnen. Demnach soll es der Bundeswehr erlaubt werden, ihre Aktivitäten vor Schulklassen zu erläutern. Üblicherweise nennt man so etwas Propaganda, hier soll es „nur“ Aufklärung sein, also letztlich Werbung für das Militär, frei nach dem Motto „Jobwunder Bundeswehr: Todsichere Stellen“.

Dieses Vorhaben der Landesregierung verurteilt die Linksjugend Dresden scharf, trägt es doch zur Militarisierung an sächsischen Schulen bei. Daher werden wir uns am morgigen Dienstag vor der Unterzeichnung des Vertrages 11:45 Uhr am Staatsministerium für Kultus einfinden und unsere Meinung kreativ kund tun.  
Dazu erklärt der Vorsitzende der linksjugend [‘solid] Dresden, Georg Wehse: „Wir als linksjugend [’solid] Dresden lehnen diesen Schritt strikt ab und verurteilen ihn auf das Schärfste. Wir setzen uns dafür ein, dass die Schule ein Ort der humanistischen Bildung bleibt und nicht der militärischen Einflussnahme verfällt. Anscheinend hat die sächsische Staatsregierung Angst, dass die Armee nach der Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr genügend Freiwillige findet. Dies kann nur heißen, dass die Bevölkerung erkannt hat, dass militärische Einsätze einen Konflikt nie lösen, sondern nur verfestigen und vertiefen können. Anscheinend hat die CDU nichts aus der anhaltenden Instabilität in Afghanistan gelernt. Die Linksjugend wird sich heute und in Zukunft für Schulen frei von Militär einsetzen und den antimilitaristischen Gedanken des Grundgesetzes weiter tragen.“

Quelle: Linksjugend [’solid] Dresden

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