Lippenbären-Waise im Leipziger Zoo bekommt Gesellschaft

Das am 5.1.2007 geborene und am 18.3.2007 verwaiste Lippenbärenmädchen bekommt in Kürze Gesellschaft von seinen Halbgeschwistern, die im Dezember 2005 das Licht der Welt erblickten.

Wie bei jeder Zusammenführung werden die Jungen zunächst an einem so genannten Sichtgitter Blick- und Geruchskontakt miteinander aufnehmen. Dabei wird beobachtet, wie sich die Waise und die Zwillinge verhalten. Wenn deutlich wird, das mögliche Aggressionen gegeneinander abnehmen und das Interesse aneinander und das Vertrauen wachsen, könnte dann ein direkter Kontakt folgen. Der Verlauf und auch die Dauer der einzelnen Phasen sind jedoch wie bei Vergesellschaftungen generell nicht verbindlich planbar.

Als die Lippenbärin Malini an einer schweren Lungenentzündung starb, war ihr Junges knapp drei Monate alt. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die kleinen Bären bereits, sich für die Nahrung der Mutter zu interessieren und auch davon zu probieren. Dadurch war das Junge auch in der Lage, die angebotene Milch-Fruchtsuppe selbstständig aus einer Schale aufzunehmen. Bereits nach vier Tagen hatte das Bärenkind 500 g zugenommen (von 3700g auf 4100g). Der Speisezettel konnte dann um ein Milchpräparat, Getreide, Melone, Birne und Apfel erweitert werden. Inzwischen hat Malinis Kind ein stolzes Gewicht von 7600g erreicht und sein Milchgebiss voll ausgebildet.

Wir sind froh, dass die kleine Bärin sich so gut und weitgehend selbstständig entwickelt hat und nun die Zusammenführung mit den Artgenossen in Aussicht steht. Bis wir das Trio dann auf den Freianlagen zeigen können, werden wohl noch einige Wochen ins Land gehen. Sie sollen sich ohne Zeitdruck in vertrauter Umgebung aneinander gewöhnen. so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

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