Erlaubt und Verboten – Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Dresden - Die Beschränkungen im öffentlichen Leben zum Schutz vor einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus werden in Sachsen teilweise gelockert. Sachsens Regierung hat auf seiner heutigen Sitzung leichte Lockerungen beraten, nachdem sich zuvor die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über deren Ausmaß verständigt hatten. Bedingung der Maßnahmen bleibt, dass die Ausbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt wird. Die vereinbarten Lockerungen sollen bundesweit einheitlich gelten. Eine völlige Aufhebung aller Beschränkungen und Schließungen wurde als verfrüht verworfen, damit das Infektionsrisiko nicht wieder ansteigt.

Seit fast vier Wochen gelten die Ausgangsbeschränkungen, nicht nur für Sachsen. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Landwirtschaftsminister Wolfram Günther, Wirtschaftsminister Martin Dulig, Gesundheitsministerin Petra Köpping und Kultusminister Christian Piwarz informieren über die Ergebnisse der Bund-Länder-Abstimmung und das weitere Vorgehen zu den Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Sachsen.

Neue Regelungen ab 20. April

Die Regelungen werden in einer Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung festgeschrieben. Deren Hauptziel bleibt es, dass alle Bürgerinnen und Bürger länderübergreifend einheitlich so gut wie möglich vor Infektionen geschützt werden. Es gilt immer noch, das Entstehen neuer Infektionsketten bestmöglich zu vermeiden, um Gesundheit und Leben zu schützen sowie das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Die bisherigen Maßnahmen haben dazu geführt, die Infektionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Um dies zu sichern und die Ausbreitung des Virus zu bremsen sind aber Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiterhin erforderlich.

Verbot von Ansammlungen von Menschen zu Gottesdiensten und Schließung von Hotels und Gastronomie bleibt erhalten

Deshalb bleiben die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter aufrechterhalten. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gelten überall und insbesondere dort, wo Kontakte stattfinden. Das Tragen von Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen wird ausdrücklich empfohlen. Gültig bleibt das Verbot von Ansammlungen von Menschen. Veranstaltungen bleiben untersagt. Auch die Schließung von Hotels und Gastronomie gilt weiter.

Diese Geschäfte und kulturelle Einrichtungen dürfen wieder öffnen:

Trotzdem kann in kleinen Schritten mehr Freizügigkeit im öffentlichen Leben ermöglicht werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden wegfallen. Menschen benötigen keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen. Allerdings bleiben beispielsweise Museen, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten weiterhin geschlossen.

Zusätzlich zu den bisher geöffneten Läden können künftig alle Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern öffnen. Autohäuser, Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen können unabhängig von der Verkaufsfläche geöffnet werden.
Abhol- und Bringedienste sowie Paketzustellungen sind auch weiterhin erlaubt.

Weiterhin strenge Besuchsverbote in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegheimen

Bestehen bleiben die strengen Besuchsverbote von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen zum Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Wenn das Kabinett der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung zustimmt, wird diese am 20. April 2020 in Kraft treten und gilt zunächst bis 3. Mai 2020.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesregierung zu den Abstimmungen mit den Ländern)

SACHSEN FERNSEHEN hat die Pressekonferenz in kompletter Länge in die Regionalprogramme übertragen - und auf Facebook gestreamt www.facebook.com/Freistaat.Sachsen/

Hier sehen Sie den Mitschnitt mit den Äußerungen des Krisenstabs von Sachsens Landesregierung in voller Länge.