LKA-Razzia: Festnahme von Linksextremer in Leipzig

Sachsen/Leipzig - Das Landeskriminalamt Sachsen durchsuchte in Leipzig die Wohnungen mutmaßlicher Linksextremisten. Dabei wurde eine Frau festgenommen, der gemeinschaftlich gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen wird. Außerdem sei die Frau Mitglied einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung. Das teilte die Bundesanwaltschaft Karlsruhe mit.

Auch die Wohnungen zweier weiterer mutmaßlicher Mitglieder der Vereinigung wurden durchsucht. Grund für die Polizeiaktion ist ein Anschlag auf eine Gaststätte in Eisenach im Oktober 2019. Diese galt als rechter Szenetreff. Ziel des Angriffs waren der Inhaber und die Besucher des Hauses. 10 bis 15 Vermummte griffen die mutmaßlichen Neonazis mit Schlagstöcken, Reizstoffsprühgeräten und Faustschlägen an. Die Frau soll solche Anschläge auf Rechtsextreme geplant und durchgeführt haben. Sie wird heute einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt.

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