LKA sucht Zeugen zu Sprengstoffanschlag bei IKEA

Das Landeskriminalamt Sachsen hat die Ermittlungen zu dem Sprengstoffanschlag bei IKEA übernommen und sucht weitere Zeugen, die sich im unmittelbaren Tatortbereich aufgehalten haben sollen.

Gesucht wird nach einer offensichtlich schwangeren Frau im Alter von 30-40 Jahren, die zur fraglichen Zeit mit einem weißen T-Shirt mit schwarzem Aufdruck bekleidet war.

Des Weiteren wird nach einer kleineren, zierlichen Frau (mit grünem T-Shirt) um die 30 Jahre, mit hochgesteckten, aschblonden Haaren und ihrem ca. 1,80 m großen männlichen Begleiter gesucht, die sich im unmittelbaren Tatortbereich aufgehalten haben sollen.

Alle Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Sie können möglicherweise hilfreiche Angaben zum Tatgeschehen machen.

Hinweise bitte an das Landeskriminalamt Sachsen unter der Telefonnummer 0351 855-4754 oder jede andere Polizeidienststelle.

Am vergangenen Freitag (10.06.2011), um 19:45 Uhr, wurde durch einen bislang unbekannten Täter im Bereich der Musterküchenausstellung des IKEA-Marktes Dresden eine Sprengvorrichtung versteckt. Kurz nachdem der vermeintliche Täter den Bereich verlassen hatte, explodierte der Sprengsatz.

Zwei Kunden des Marktes erlitten ein Knalltrauma. Es entstand geringer Sachschaden am Fußboden bzw. an Einrichtungsgegenständen.

Durch Zeugen wurde im Zusammenhang mit der Explosion ein Mann beschrieben, der möglichweise der Täter sein könnte. Ein Phantombild wurde anhand der Zeugenaussagen erstellt und bereits am vergangenen Samstag veröffentlicht.

Die bisherigen Ermittlungen konzentrieren sich vorrangig auf die Überprüfung der Hinweise (13) aus der Bevölkerung, die dem LKA Sachsen vorliegen. Dabei gibt es noch keinen Hinweis auf eine konkrete Person. Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Sprengvorrichtung gestalten sich aufwändig und dauern derzeit noch an.

Der Informationsaustausch mit den Behörden in Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo es Ende Mai zu ähnlichen Anschlägen kam, läuft auf Hochtouren. Geprüft werden vor allem mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Straftaten.