LKW fährt in Berliner Weihnachtsmarkt – Betroffenheit in Sachsen

Berlin - Ein mit Stahlträgern beladener Sattelschlepper ist am Montagabend in einen Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. Die Informationslage zu dem Vorfall ist aktuell noch nicht gesichert. Auf Facebook und Twitter drücken viele Menschen ihre Betroffenheit aus. Der Vorfall sorgt aber auch für die Verbreitung von Gerüchten im Netz.

Nach Angaben der Polizei wurden mindestens neun Menschen getötet. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei prüft zurzeit, ob der LKW gestohlen wurde und ob es sich bei dem toten Beifahrer um den eigentlichen Fahrer aus Polen handelt. Der Verdacht eines Anschlages liegt nahe. Im Interview mit dem Nachtmagazin bleibt Bundesinnenminister Thomas De Mezière am späten Abend zurückhaltend "obwohl viel für einen Anschlag spricht." Der mutmaßliche Lkw-Fahrer wurde festgenommen.
Zunächst galt es vor allem vor Ort Menschenleben zu retten. Die Polizei bittet um Zurückhaltung bei der Verbreitung ungesicherter Informationen. Das Gebiet um den Breitscheidplatz soll weiträumig umfahren werden. Zudem hat die Berliner Polizei unter der 030/54 023 111 eine Personenauskunftsstelle eingerichtet. Gegen kurz nach Mitternacht hat die Berliner Feuerwehr ihren Rettungseinsatz abgeschlossen. 45 z.T. schwer Verletzte wurden in Berliner Krankenhäuser gebracht.

© Facebook
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Facebook hat am Montagabend einen "Safety Check" eingerichtet, der Auskunft über den Sicherheitszustand von Freunden, Bekannten und Verwandten in dem Gebiet gibt. Schnell wurde dabei die Sensibilität in Bezug auf den Umgang mit der unsicheren Sachlage deutlich. Den Namen des Tools "der Anschlag in Berlin" änderte das soziale Netzwerk im Verlauf des Abends in "die Gewalttat in Berlin" und später in"Der Vorfall am Weihnachtsmarkt in Berlin".

In Sachsen weckt der Vorfall breite Betroffenheit. SG Dynamo Dresden hat auf Twitter sein Mitgefühl mit den Opfern ausgedrückt. Der Dresdner Künstler Kay Leo Leonhardt drückt sein Mitgefühl mit Zeichenstift aus. Viele Menschen auf Facebook können kaum fassen, was in Berlin passiert ist.