Lösung für Parkplatz-Problem in der Innenstadt

Chemnitz - In der Chemnitzer City reiht sich Baustelle an Baustelle. Doch wo sich die Kräne drehen, fallen auch meist Parkplätze weg, insgesamt rund 700. Lars Faßmann, der sich am 20. September als freier Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt, hat dafür eine Lösung parat: Der Ring, der die Chemnitzer Innenstadt umschließt und bisher aufgrund seiner Breite wie eine Barriere wirkt, könnte in einer Art Kreisverkehr nur noch einseitig befahren werden. Die andere Seite könnte man zum Beispiel für Parkplätze nutzen.

Auch der Chemnitzer Landschaftsarchitekt Stefan Leiste hat sich bereits mit dieser Idee beschäftigt und entdeckt darin viele Vorteile. Historisch ist der Ring aus der Chemnitzer Stadtbefestigung gewachsen. Erst mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg wurde er zu einer regelrechten Schneise, die Stadtteile voneinander trennt. Laut Berechnungen von Stefan Leiste würde das Einbahnstraßensystem kaum für längere Fahrtzeiten sorgen. Der frei werdende Platz böte aber viele Möglichkeiten. Auch Stefan Leiste sieht die Notwendigkeit von Parkplätzen, aber auch von Räumen für Fußgänger, Radfahrer und vielfältige Grünflächen.

Der Handel in der Chemnitzer Innenstadt braucht dringend Impulse, das zeigte erst im Juni die Beinahe-Schließung der Galeria Kaufhof. Trotz sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr kommen zu wenig Kunden. Lars Faßmann benennt als ein Problem die fehlenden Parkplätze. Das hätten Einkaufszentren, wie das Chemnitz Center der City voraus. Faßmann sieht deshalb Handlungsbedarf.

Chemnitz ist im Wandel, das zeigen die Baustellen an vielen Ecken der Innenstadt. Nun muss sich zeigen, wie daraus auch eine lebendige City wird.