Lohnerhöhung am Bau gefordert

„Die Marschrichtung für 2009 ist klar: Die Beschäftigten im Baugewerbe brauchen mehr Cash in der Tasche“, sagt Dietmar Schäfers, stellvertretender Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf der Konferenz der Bundesfachgruppe für das Baugewerbe am 22. November in Hannover.

Mit dieser Konferenz bereitet sich die IG BAU auf die im Frühjahr anstehende Tarifrunde im Bauhauptgewerbe vor. Mit Sorge beobachte er Bestrebungen der Arbeitgeber, insbesondere im Handwerk, den Flächentarif auszuhöhlen und die Mindestlöhne so weit zu drücken, dass sie keine Wirkung mehr haben.

„Wenn Arbeitgeber den Flächentarifvertrag kaputt machen, dannzerstören sie mutwillig eine ihrer wichtigsten Grundlagen für einen gesunden Wettbewerb.“ Angesichts einer drohenden Rezession wiederholte Schäfers die Forderung der IG BAU nach einem 30-Milliarden-Investitionsprogramm, um den Bedarf insbesondere in den Bereichen Verkehr, Kanalisation, bei Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten zudecken. Diese Forderung decke sich mit Vorstellungen der Arbeitgeberseite. So beziffere die deutsche Bauindustrie den kommunalen Investitionsbedarf in den nächsten 15 Jahren auf 700 Milliarden Euro.Schäfers mahnte Investitionen in die in der Bauwirtschaft tätigen Menschen an.

„Die Menschen brauchen Geld, Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und die Gewissheit, dass sie nicht beim ersten Frost auf die Straße gesetzt werden.“ Dazu sei das vor drei Jahren eingeführte Saisonkurzarbeitergeld ein erster Schritt.Die Forderung für die Bau-Tarifrunde wird die IG BAU am 22. Januar 2009 aufstellen.

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