Lok Leipzig enttäuscht über Heimpleite – Verfassungsschutz beobachtet Fan-Gruppen

Das Wochenende für Lok Leipzig war doppelt bitter. Nicht nur die 0:1-Niederlage gegen Energie Cottbus II war unglücklich, auch abseits des Platzes droht der Loksche nun Ärger. Der sächsische Verfassungsschutz beobachtet mehrere Fangruppen der Leipziger. +++

Wie Sachsens Innenminister Markus Ulbig gegenüber der „Sächischen Zeitung“, dass die Fangruppen „Blue Caps LE“ und „Szenario Lok“ aufgrund rechtsextremer Tendenzen unter Beobachtung stünden. Die letztere Gruppe hatte den Fanmarsch vor dem Stadtderby gegen RB Leipzig am 2. September organisiert. Damals folgten rund 2.000 Lok-Anhänger dem Aufruf des „Fanclubs“.

Im Schatten dieser jüngsten Nachricht rückte das Spiel leider in den Hintergrund: 2.463 Zuschauer sahen zu Beginn des Spiels Lok Leipzig im Vorwärtsgang, obwohl Cottbus die erste Chance hatte. Nach einer kurzen Zeit des Abtasten beider Mannschaften drückten die Leipziger weiter. Mehrere Chancen wurden aber ausgelassen, so von Grandner, Engler, Rolleder und Bachmann.

Die Blau-Gelben wollten, doch das Tor wollte nicht fallen. Die Männer um Trainer Rose dominierten die erste Hälfte kamen jedoch nicht zum Abschluss. Und dies rächt sich bekanntlich öfter im Fußball. Gleich in der 46. Minute, kurz nach Anpfiff setzte Cottbus ein Achtungszeichen, Fenin schießt den Ball jedoch nur an den Pfosten. Glück für Lok Leipzig. Danach lief erst einmal nicht mehr viel für die Leipziger.

Sie waren kaum noch wieder zu erkennen im Gegensatz zur ersten Halbzeit, die Abwehr stand wiederholt schlecht und Lok schien von der Rolle. Fenin machte es für Cottbus in der 59. Minute besser und schießt nach einem Konter den Siegtreffer. Die Leipziger bemühten sich, waren alles in allem zu ungefährlich in der Schlussviertelstunde.

Fazit: Die Cottbus-Reserve war clever, Lok Leipzig dann doch zu harmlos vor dem Tor. Es wird nicht einfacher für die Leipziger im nächsten Spiel gegen Zwickau, die gut in der Abwehr stehen. Und auch die Situation um die Fan-Gruppen dürfte im Verein weiter für Zündstoff sorgen.