Lok Leipzig – Frauen im Achtelfinale des DFB-Pokals ausgeschieden

Wie in der vorigen Saison so war auch in diesem Jahr für die 1. Frauenmannschaft von Lok Leipzig Endstation im Achtelfinale des DFB-Pokals. Mit der SG Essen-Schönbeck waren die derzeit Fünftplazierten der 1. Frauen-Bundesliga im Bruno-Plache-Stadion am Sonntagvormittag zu Gast.

Die Gäste zeigten von der ersten Minute an flotten Angriffsfußball und kamen gegen defensiv eingestellte Leipzigerinnen schon in den ersten 15 Minuten mehrfach gefährlich bis vor deren Tor. Besonders über die rechte Außenbahn gelang es Essen immer wieder die Abwehr der Leipzigerinnen in Bedrängnis zu bringen. So dauerte es bis zur 19. Minute, dass Leipzig selbst gefährlich in Richtung Tor der Gäste spielte. Eine Hereingabe von Kathleen Radtke fand Safi Nyembo, deren Kopfball ging aber knapp am Essener Tor vorbeiging.

Ein nicht geahndetes Foul an einer Leipziger Spielerin auf Höhe der Mittellinie, eine klare Abseitsposition der Nr. 8 von Essen (Sandra Deilmann), nach deren Hereingabe Gewühl im 5-Meter-Raum und es stand 0:1. Melanie Hoffmann war die Torschützin. Nur drei Minuten später erfolgt ein Pfiff von Schiedsrichterin Daniela Fleischer und sie zeigt auf den Elfmeterpunkt. Essen-Schönebeck hatte die Chance auf 0:2 zu erhöhen, doch die Schützin Melanie Hoffmann trifft nur den linken Innenpfosten und der Ball springt zurück ins Spielfeld.

Danach investierten die Leipzigerinnen mehr in das eigene Spiel nach vorn und wurden dafür in der 30. Minute mit dem Ausgleich belohnt. Der Mannschaftskapitänin Anja Fleischer gelang ein schönes Kopfballtor. Aber, wieder war es Melanie Hoffmann, die einen Freistoß aus gut 22 Metern in der 45. Spielminute direkt aufs Leipziger Tor zieht – die Leipziger Torfrau geht nur mit einer Hand zum Ball, trifft diesen nicht richtig, der Ball springt an die Unterseite der Querlatte und fällt hinter ihr ins Tor.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit ähnelte der der ersten Halbzeit sehr. Essen-Schönebeck mit mehr Ballbesitz aber insgesamt konnte keine der beiden Mannschaften wirkliche Gefahr in Richtung Tor des Gegners erzeugen. In der 72. und 78. Spielminute gab der Leipziger Trainer durch die Einwechslungen der beiden Offensivkräfte Corinna Vogg und Susann Erber ein klares Signal. Dazu erhielt Marina Himmighofen in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte und Essen-Schönebeck stand mit einer Frau weniger auf dem Platz.

In der 76. Spielminute hatte der Gästetrainer seine Nr. 17, Sofia Nati, eingewechselt. So etwas nennt man dann wohl ein glückliches Händchen. Denn sie stieß in der 83. und der 90.Minute zweimal in die sich durch das Leipziger Angriffsspiel ergebenden Lücken und erhöhte auf 1:3 und 1:4. Dazwischen hatte die Leipzigerin Anja Fleischer das zweite Leipziger Tor auf dem Fuß gehabt. Doch ihren 20 Meter-Schuss konnte die Essener Torfrau gerade noch zur Ecke klären. Somit mussten sich die Frauen des 1. FC Lokomotive Leipzig aus dem DFB-Pokal verabschieden.