Lok Leipzig: Neu-Präsidium auf Hochtouren

Die letzte Woche hatte es wieder in sich. So agierten die LOK-Macher zwischen Frischblut für LOK, Entschuldungskonzept & Böller-Kritik. Mehr Infos auf LF-Online +++

Am letzten Montag fand die zweite Präsidiumssitzung mit Beteiligung der neuen Mitglieder statt. Mehrere Stunden diskutierten die Präsidiums-Mitglieder, da es über 20 Punkte abzuarbeiten galt. Dabei stand unter anderem die Überprüfung des Bearbeitungsstandes der begonnen Projekteauf der Tagesordnung. So wird Mitte Mai beispielsweise eine Blutspendenaktion zugunsten des 1. FC Lok beginnen. Weiterhin wurden neue Projektebeschlossen und auf den Weg gebracht. Eines davon ist die Durchführung eines Sommerfestes am 1. Juni 2013. Dabei soll ein buntes Rahmenprogramm aus Sport, Spiel und Spaß – unter anderem mit Bandauftritten, Fanturnier und Fanartikel-Flohmarkt – viele Besucher in unser „Bruno“ locken. Die Einnahmen fließen komplett in die Rettung des Vereins. Nachdem in der letzten Woche mit Hilfe der fleißigen Unterstützung durch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle die aktuellen Gläubiger ermittelt wurden, konnte mit einem aktiven Gläubigermanagement begonnen werden. Die Rechtsanwälte Krüger und Sänger von der Kanzlei Brinkmann & Partner informierten auf der Präsidiumssitzung über den aktuellen Stand der Gläubigerantworten. Diese seien bisher überwiegend positiv. Ein genauer Überblick wird jedoch erst auf der heutigen Präsidiumssitzung erwaretet. Im Zuge der Bemühungen, kurz- und mittelfristige Einsparpotentiale zu finden, wurde auf Wunsch des 1. FC Lok der Vertrag mit den Leipziger Verkehrsbetrieben beendet (LEIPZIG FERNSEHEN berichtete). Bisher konnten alle Lok-Ticketinhaber zu unseren Heimspielen mit dem öffentlichen Nahverkehr an- und abreisen. Es soll eine weitere Einsparmöglichkeit sein, um den Verein zu retten. Gespräche geführt wurden und werden ebenso mit potenziellen Trikotsponsoren. Sollten diese nicht zu einem Erfolg führen, planen die LOK-Macher eine kreative Aktion, damit in der kommenden Saison nicht mit „blanker Brust“ aufgelaufen werden muss.  Präsident Heiko Spauke traf sich mit Manfred Jansen, dem Inhaber der Logo- und Namensrechte des 1. FC Lok. Ergebnis: Dem Verein werden Teile der Altschulden erlassen, außerdem ist der Karlsruher Geschäftsmann bereit, einem Mietkauf für die Logo- und Namensrechte zuzustimmen. Leider wurde die Partie in Magdeburg von einigen unschönen Szenen – unter anderem Böllerwürfe aus beiden Blöcken – begleitet. Ein solches Verhalten ist für das Lok-Präsidium nicht akzeptabel: „Böller haben in einem Fußballstadion nichts zu suchen! Sollten durch die Polizei Werfer namentlich ermittelt werden, werden wir alles dafür tun, die zu erwartende Verbandsstrafe auf die Täter umzulegen und denjenigen Stadionverbot zu erteilen. Wir appellieren noch einmal an alle Fans des 1. FC Lok: Bitte unterlasst jegliches Verhalten, was unserem Verein schadet! Lasst euch nicht provozieren, sondern zeigt, wie man mit vielen Emotionen seinen Verein auch friedlich unterstützen kann.“ So Martin Mieth vom Vorstand.