Lok Leipzig setzt Zeichen gegen Gewalt: Stadionverbote für 17 Fußball-Chaoten

Sportlich läuft es für die Blau-Gelben aus Probstheida momentan nicht so gut. Abseits des Platzes zeigt der Verein aber mehr Profil. So hat Lok Leipzig nun 17 Stadionverbote gegen Randalierer durchgesetzt. +++

Nach Übermittlung der entsprechenden Erkenntnisse durch die Polizei reagierte der Verein damit auf das Fehlverhalten von zwölf Zuschauern am Rande des Lokalderbys gegen RB Leipzig am 02. September und von weiteren fünf Besuchern eines Spiels der A-Junioren in Eilenburg am 03. Oktober. Die Verbote gelten ab sofort. Und zwar nicht nur für alle Heimspiele, sondern auch für alle Auswärtspartien der „Loksche“.

„Wir sind entschlossen, weiterhin jegliche Form von Gewalt aus unserem Stadion zu verbannen. Auch öffentliche politische Meinungsbekundungen werden wir bei unseren Heimspielen nicht dulden. Der Verein bekennt sich in seiner Satzung zu Fairness, Toleranz, politischer Neutralität und zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Wir setzen daher mit den Stadionverboten ein unmissverständliches Zeichen.“, so Lok-Präsident Michael Notzon.

Für ein Novum sorgten Pyrotechnik zündende Zuschauer bei einem (A-)Jugend-Spiel. „Auch dort dürfen wir so genannten Fans keine Plattform verschaffen. Sie schaden dem Verein“, begründet der Sicherheitsbeauftragte Steffen Kubald die Sanktionierung auch dieses Vorfalls.