Lok Leipzig startet in die Vorbereitung – Wo dampft die „Loksche“ hin?

Die kommende Saison wird für den 1. FC Lok Leipzig ein echtes Abenteuer. Nach einer turbulenten Vorsaison gelang den Probsheidaern der Aufstieg in die Regionalliga – Seit der Neugründung 2003 die höchste Spielklasse bisher. Doch wie geht es für die „Loksche“ weiter? +++

Wenig Geld = Wenig Erfolg?
Die besten Voraussetzungen hat Lok Leipzig dahingehend nicht: Der Etat ist angesichts des finanzkräftigen Sponsors Goldgas mit rund 1,6 Millionen zwar regionalligatauglich, aber dennoch eher klein. Aber Geld alleine ist ja schließlich kein Garant für den Erfolg. Das hat zuletzt der Lokalrivale RB Leipzig leidvoll feststellen müssen. Fakt ist: Lok Leipzig ist schuldenfrei, verfügt über eine breite und zum Teil auch kaufkräftige Fan-Basis, die zahlreich zu den Spielen ihrer Mannschaft pilgert und das Team nach vorne peitscht. Auch wenn finanziell wenig Spielraum nach oben gibt, mit Engagement können die Leipziger viel wett machen. Das haben sie schon in der Vergangenheit bewiesen.

Neuer Trainer = Neue Ziele?
Mit Marco Rose hat der Verein einen echten Leipziger zum Coach gemacht. Der 35-Jährige lernte damals beim VfB Leipzig das Fußballspielen, schaffte es über viele Stationen zum Bundesligisten Mainz 05, von dem er jetzt dank Vertragsauflösung nach Leipzig zurückkehrte. Rose will vorne angreifen, offensiven und leidenschaftlichen Fußball zelebrieren. Die alten Traditionen wie Kampf und Siegeswille hat Rose in Mainz praktiziert und will sie auch wieder nach Leipzig bringen. Ihm zur Seite gestellt ist Sportdirektor und Lok-Urgestein Achim Steffens. Der 61-Jährige coachte die „Loksche“ bereits bis vor zwei Jahren recht erfolgreich, schied dann gesundheitsbedingt aus dem Vereinsleben aus. Nun ist er zurück und will zusammen mit Rose die Regionalliga aufmischen.

Gutes Team = Gute Aussichten?
Mit Steve Rolleder hat der neue Coach Marco Rose bereits eine Verstärkung für Lok Leipzig verpflichtet. Bisher allerdings der einzige Neuzugang. Das ist aber auch wenig verwunderlich. Rose schätzt den Zusammenhalt einer Truppe mehr als Starspieler. Klar ist Rolleder eine Größe, hat in der zweiten Liga gekickt und zuletzt bei Fortuna Chemnitz eine fantastische Saison gespielt. Aber auch er wird sich im Kollektiv „Lok Leipzig“ einfinden und zusammen mit den gestandenen Größen wie Engler, Fraunholz, Seipel oder Brodkorb eine Team bilden, das an guten Tagen jeden Regionalligsten ärgern kann und auch will.

Lok Leipzig > RB Leipzig?
Die kommende Regionalliga-Saison wird von einem Duell bestimmt werden: Lok Leipzig gegen RB Leipzig. Für die einen auch das Duell zweier Sportphilosophien, für die anderen das Aufeinandertreffen von Tradition gegen Kommerz. Kann es Lok schaffen, den Erzfeind, die Ihrer Ansicht nach Antithese zum deutschen Fußball, ein Bein zu stellen. Reicht allein die Motivation, besser als die Roten Bullen zu sein, um die Liga zu bestimmen? Die kommende Saison wird Aufschluss geben…