Lok-Teammanager durchbricht Nachrichtensperre: Wie viel Macht hat Kubald noch?

Die Gerüchte um finanzielle Schwierigkeiten beim 1. FC Lok Leipzig verdichten sich. Teammanager Steffen Kubald nannte in einem LVZ-Interview erstmals Fakten. Das Problem: Das Gespräch mit der Zeitung war nicht mit dem Verein abgesprochen. +++

Die Rede ist vom Rückstand bei der Stadionmiete und nicht gezahlten Spielergehältern. Auch das Wort „Insolvenz“ machte die Runde. Laut Medienberichten wurden die Lok-Fans bereits aktiv und wollen dem Verein, der erst 2003 aus den Ruinen des ebenfalls bankrotten VfB Leipzig auferstanden war, finanziell unter die Arme greifen.

„Wir können dazu nichts sagen.“, hieß es vom Lok-Pressesprecher Martin Scholz auf Anfrage von LEIPZIG FERNSEHEN. Nur ein Gerücht konnte von Vereinsseite dementiert werden. „Das mit den weggefallenen Sponsorengeldern stimmt nicht.“

Von Vereinsseite kam also bisher allerdings nur wenig Offizielles. Bis jetzt. Denn in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung bricht Teammanager und Ex-Lok-Präsident Steffen Kubald sein Schweigen. Dort hieß es: „Und ich beschönige auch nichts. Es ist eng und wird eng bleiben.“ Außerdem hatte Kubald berichtet, dass er zusammen mit Lok-Trainer Marco Rose ein „sehr konstruktives“ zweistündiges Gespräch mit einem Geldgeber geführt habe.

Angesichts der Tatsache, dass Kubald den Verein nicht offiziell repräsentieren darf, verwundern solche offenen Aussagen durchaus. Auf Anfrage bei Lok Leipzig zeigte man sich ebenfalls erstaunt. „Das (Interview, Anm. d. Red.) war nicht mit dem Präsidium abgesprochen.“, so Martin Scholz gegenüber LEIPZIG FERNSEHEN.

Nun stellt man sich die Frage: Wie viel Einfluss und Macht hat der Ex-Präsident Steffen Kubald noch im Verein? Und viel wichtiger: Wie geht es weiter beim finanziell stark gebeutelten Regionalligisten? Dazu Martin Scholz: „Wir werden bald eine offizielle Stellungnahme abgeben.“