Lokführer-Streik – Reisealternativen werden knapp

Der unbefristete Bahnstreik der GDL ist einmal mehr in vollem Gange. Etwa zwei Drittel aller Züge fallen aus. Fernbusse sind voll, Mietwagen kaum noch buchbar. +++

Schon wieder ein Bahnstreik und diesmal sogar unbefristet. Schon jetzt fallen viele Züge aus. Laut Notfallplan der Deutschen Bahn fährt unter anderem zwischen Leipzig und Chemnitz die Regionalbahn aller drei Stunden und auf der Strecke von Dresden-Chemnitz-Zwickau sollen die Züge noch im Zwei-Stundentakt fahren. Die Regionalbahn zwischen Leipzig und Dresden soll laut Deutscher Bahn noch stündlich rollen. Doch vielen Fahrgästen ist das zu unsicher. Denn wie auch bei vergangen Streiks fallen trotz Notfallplan noch Verbindungen aus. Deshalb steigen viele Bahnfahrer nun auf Fernbusse um. Aber nicht nur die Fernbusunternehmen freuen sich über die erhöhten Fahrgastzahlen aufgrund des Streiks, auch die Autovermieter verzeichnen einen Anstieg … und sind nicht gerade unglücklich darüber. Aber langsam gehen auch die alternativen Fahrmöglichkeiten aus, denn vor allem über Pfingsten haben die Autovermieter kaum noch Fahrzeuge zur Verfügung. Andere wiederum haben überhaupt keine Möglichkeit auf Alternativen umzusteigen, so wie einige Schüler der Dresdner Erich-Kästner-Grundschule. Sie müssen nun schon zum zweiten Mal auf eine Fahrt ins Schullandheim nach Tschechien verzichten. Elvira Breninek, die Mutter des 10-jährigen betroffenen Leon ist stinksauer.
Doch der Streik belastet nicht nur die Pendler und Urlaubsreisenden. Die Wirtschaft schlägt ebenfalls Alarm. Denn die meisten in Sachsen benötigten Rohstoffe und Güter werden normalerweise auf der Schiene transportiert. Wann genau die Streiks zu Ende sind kann jetzt noch keiner sagen, vermutet wird das die Lokführer noch etwa zehn Tage ihre Arbeit niederlegen. Das Streikende soll 48 Stunden im Voraus mitgeteilt werden. Beide Parteien bemühen sich weiterhin um eine Lösung des Konflikts. Wann es genau dazu kommt, steht aber noch in den Sternen. Bis dahin müssen Bahnfahrer sich weiterhin um alternative Reisemöglichkeiten kümmern.