Luftmessung in Dresden mit falschen Ergebnissen?

Die Station Bergstraße war im vergangenen Jahr die einzige der Stationen in Dresden, die noch Überschreitungen bei den Grenzwerten für Stickstoffdioxid ausgewiesen hat. Aktuell läuft ein Test. Deshalb kommt es zu Verkehrsbehinderungen. +++

Ab heute, 18. August bis zum 25. August ist die rechte Fahrspur der Bergstraße stadtauswärts ab Höhe Zeunerstraße bis zur Einmündung Nöthnitzer Straße gesperrt. Grund dafür ist eine gesonderte Messung der Stadt an der Luftgüte-Messstation, die sich in der Nähe der Kreuzung Bergstraße/Mommsenstraße befindet. Sie steht unmittelbar am Rand der Fahrbahn.

Die Vergleichbarkeit der Messergebnisse zu anderen Messstationen zweifelt die Stadt an, weil der maximale Abstand zum äußeren Fahrbahnrand von zehn Metern nicht ausgeschöpft ist. Die ist nach der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung sachgerecht und möglich.  

Die Station „Bergstraße“ war im vergangenen Jahr die einzige der drei Stationen auf Dresdner Gebiet sowie der Hintergrundstation in Radebeul-Wahnsdorf, die noch Überschreitungen bei den Grenzwerten für Stickstoffdioxid (NO2) ausgewiesen hat. Die Landeshauptstadt Dresden möchte ermitteln, welchen Einfluss ein größerer Abstand zwischen fließendem Verkehr und der Messstation hat. „Dresden gerät durch die Messwerte an der Bergstraße immer wieder in Negativ-Schlagzeilen, obwohl die Entwicklung der Luftqualität im gesamten Stadtgebiet durchweg positiv ist“, ärgert sich der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert. „Gleichwohl gibt es mindestens noch 6000 betroffene Dresdnerinnen und Dresdner, die unter Luftverschmutzung leiden müssen.“
Die Bergstraße ist ein Autobahnzubringer und auch dafür ausgebaut. Etwaige Verkehrseinschränkungen könnten zu mehr Verkehr in den angrenzenden Wohngebieten, der TU Dresden und den Forschungseinrichtungen führen. Diese Belastungen möchte die Landeshauptstadt im Interesse der Anwohner verhindern.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar