Lumumba-Denkmal steht nach 14 Jahren wieder

In Afrika ist er ein politischer Mythos – Patricé Lumumba, der erste demokratische Ministerpräsident der freien Republik Kongo. Er war ein Verfechter der Befreiung Afrikas von den Kolonialmächten und ihrer Unterdrückung. Wenige Monate nach seiner mysteriösen Ermordung wurde ihm in Leipzig vor dem ehemaligen Herder-Institut ein Denkmal gesetzt. 1997 wurde dieses Ehrenmal geschändet und die Büste des Politikers gestohlen. Letzten Samstag, zu Ehren des 50. Todestages Lumumbas, wurde nun das neue Monument eingeweiht.

Als das Tuch herunter gezogen wurde und das Bildnis des Patricè Lumumba zum Vorschein kam, herrschte andächtiges Schweigen. Denn was dort enthüllt wurde, war für die Anwesenden, darunter auch die extra angereiste Botschafterin des Kongo, nicht nur eine Büste – es ist ein Symbol. Und zwar eines, was gerade in der heutigen Zeit sehr viel Bedeutung hat.

Interview: Dr. Jürgen Kunze – Deutsch-Afrikanische Gesellschaft

Denn Patricè Lumumba war nicht nur das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt Afrikas. Er stand für Freiheit, Gemeinschaft und Frieden. Werte, für die auch die Deutsch-Afrikanische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig eintritt.

Interview: Dr. Jürgen Kunze – Deutsch-Afrikanische Gesellschaft

Ein deutliches Zeichen gegen all diese Probleme setzte man nun mit der Wiedererrichtung des Denkmals. Und das in Leipzig, wo deutschlandweit der erste Lehrstuhl für Deutsch als Fremdsprache ins Leben gerufen wurde. Eine Tatsache, die Patricé Lumumba sehr gefreut hätte.