LVB, Konsum und Altenheime: So reagiert Leipzig auf Corona

Leipzig - Von öffentlichen Verkehrsmitteln, über den Einzelhandel bis hin zu sozialen Einrichtungen: überall beschäftigt man sich mit dem Thema Coronavirus. Die Auswirkungen sind unterschiedlich groß, ebenso die eingeleiteten Maßnahmen. 

LVB appelliert an Fahrgäste

Im öffentlichen Nahverkehr sind tagtäglich tausende Menschen unterwegs - hier ist die Ansteckungsgefahr höher. Denn das Virus überträgt sich nicht nur durch Tröpfchen-, sondern auch durch Schmierinfektionen, also Hautkontakt mit virusbelasteten Gegenständen. Besonders anfällig für Berührungen sind Haltestangen und Ticketautomaten in Bussen und Bahnen. "Alle Fahrgäste möchten wir bitte, sich in Zukunft mit Fahrkarten zu bevorraten. Der Kartenverkauf beim Busfahrer ist nur ein Notverkauf", so Marc Backhaus, Sprecher der LVB.

© Leipzig Fernsehen
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Konsum Leipzig bleibt gelassen

In Supermärkten sind viele Regale bereits leer gefegt. Viele Sachsen kaufen Lebensmittel und Drogerieartikel auf Vorrat. Die Konsum Leipzig Genossenschaft kann nur bedingt von sogenannten Hamsterkäufen berichten. "Die Kunden sind nicht panisch, die Lieferketten funktionieren. Aktuell können wir, bis auf die verstärkte Nachfrage von haltbaren Lebensmitteln, nichts spüren.", schildert Matthias Benz, Abteilungsleiter Marketingkommunikation bei Konsum Leipzig.

Senioren bekommen alles mit - dennoch keine Hysterie

Gekümmert wird sich im Sozialzentrum "An den Gärten" der Volkssolidarität Leipzig nicht nur um die eigenen Mitarbeiter, sondern auch um die Bewohner. Die überwiegend alten Bewohner zählen zur Risikogruppe. Hier steht trotzdem der geregelte Alltag an oberster Stelle. "Natürlich bekommen die Senioren alles mit. Wir versuchen das im Umgang mit unseren Bewohnern so normal wie möglich stattfinden zu lassen - keine Hysterie zu verbreiten.", erklärt Martin Gey, Referent für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Volkssolidarität Leipzig.  

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Zur Vorsicht sind Angehörige angehalten, Besuche zu reduzieren oder sogar komplett zu unterlassen. Besonders dann, wenn man selbst krank ist oder eine Erkältung hat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ganz gleich ob Verkehrsbetriebe, Einzelhandel oder soziale Einrichtungen, sie alle verfallen derzeit nicht in Panik und haben für den Ernstfall weitere Maßnahmen vorbereitet.