LVV ziehen positive Bilanz – Attraktives Angebot für HLkomm

Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft befindet sich schon seit geraumer Zeit in einer schwierigen Lage. Dennoch gelang es dem Tochterunternehmen des Stadt Leipzig, 2011 ein solides Geschäftsergebnis vorweisen zu können. +++

So konnte die LVV 2011 die beauftragte Verkehrsleistung für die Stadt Leipzig vollständig finanzieren und die Bankverbindlichkeiten deutlich senken: „Wir freuen uns über die positive Entwicklung“, so Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der LVV auf der Bilanz-Pressekonferenz am Montag.

„Die LVV-Gruppe setzte die Vorgaben des Gesellschafters konsequent um und leistet einen starken Beitrag zur Daseinsvorsorge für die Leipzigerinnen und Leipziger.“, so Jung weiter.

Die von der Stadt Leipzig bei der LVB angeforderten Verkehrsleistungen konnten, im Gegensatz zu den Vorjahren, wieder von der LVV in Höhe von 48 Mio. Euro finanziert werden. Die LVV-Gruppe hatte 2011 außerdem die Verschuldung bei den Banken um rund 18 Mio. Euro auf Verbindlichkeiten in Höhe von 639 Mio. Euro reduziert. Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte der Konzern überdies 131 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag auch 2011 im Ausbau der Versorgungs- und Verkehrsanlagen.  Mit durchschnittlich rund 5.100 Beschäftigten hält sich die Mitarbeiterzahl auf stabilem Niveau. Das Konzernergebnis von minus 14 Mio. Euro (2010: + 2 Mio. Euro) resultiert aus einer Steuernachzahlung aufgrund der geänderten Rechtsauffassung der Finanzbehörden zur steuerlichen Bilanzierung der Abwasserabgabe bei der KWL. Ohne diese Steuerbelastung hätte  der Konzernjahresüberschuss 4,7 Mio. Euro betragen.

Josef Rahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung LVV, sieht den Grundstein für diesen Teilerfolg in der Belegschaft des Unternehmens: „Ich bedanke mich bei unseren mehr als 5000 Mitarbeitern. Durch ihre tägliche Anstrengung ist es uns gelungen, trotz vieler negativer Einflüsse, unsere Dienstleistungsqualität weiter zu steigern und ein solides Ergebnis zu erwirtschaften.“

Die KWL konnte ihr Ergebnis trotz geringerer Umsätze steigern und sogar die Wasserpreise senken. Die LVB konnten 2011 die letzten US-Leasing-Geschäfte vorzeitig beenden und haben den Bau des Technischen Zentrums Heiterblick gestartet.

Die Stadtwerke haben ihr Rekordergebnis aus dem Jahr 2010 trotz harten Wettbewerbs und ungünstiger Wetterbedingungen fast wiederholt und über 60 Mio. Euro Gewinn an die LVV abgeliefert.

Das Veräußerungsverfahren perdata wurde erfolgreich abgeschlossen. Bei einem Kaufpreis von 18 Mio. EUR wurde vom Erwerber arvato Systems, ein Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns, der Erhalt des Firmensitzes in Leipzig und die Arbeitsplatzsicherheit für die über 180 perdata-Mitarbeiter garantiert. Außerdem wurde von arvato Systems ein wirtschaftliches Entwicklungskonzept für die perdata vorgelegt, das für Leipzig hervorragende Perspektiven bietet.

Für die HL komm hat die LVV in einem europaweiten Bieterverfahren ein attraktives Angebot ausgehandelt. Die Entscheidung über die Veräußerung darüber trifft der Stadtrat in den kommenden Monaten.

Der Prozess der Neuausrichtung der LVV-Gruppe liegt also laut der Geschäftsführung voll im Plan: „In einem einmaligen Miteinander aller Beteiligten sind die notwendigen Umbauprozesse innerhalb der LVV-Gruppe gestartet. Ohne betriebsbedingte Kündigungen werden wir die Vorgabe des Stadtrates, bis zum Jahr 2015 nachhaltig 10 Mio. Euro einzusparen, gemeinsam umsetzen“, schließt Volkmar Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer LVV, eine durchwachsene, aber in der Tendenz positive Bilanz des Unternehmens.