Anzeige Macht „Königinnen“ wieder fit: Orgelbauer Stephan Märker

Dippoldiswalde - Handwerk hat goldenen Boden, und manchmal klingt es auch richtig gut. Stephan Märker bringt mit geschickten Händen jahrhunderte alte Musikinstrumente wieder zum Klingen.

Die St. Gallus Kirche in Sadisdorf bei Dippoldiswalde. Die 1750 von Jacob Oertel erbaute Orgel klingt heute wieder wie vor 270 Jahren – zu verdanken hat sie das diesem Mann. Stephan Märker ist gelernter Orgelbauer, hat in ganz Deutschland und Österreich Berufserfahrung gesammelt. Oft haben kleine Kirchgemeinden nicht die Mittel, diese historischen Instrumente in Schuß zu halten, meint der Profi.

Nach vielen Jahren im Angestelltenverhältnis und einer weiteren Ausbildung zum Tischlermeister beschloss Stephan Märker 2017, sich in seiner Heimat selbständig zu machen. Im Dippoldiswalder Ortsteil Hennersdorf richtete er sich zusammen mit einem Mitarbeiter seine Werkstatt ein. Neben Bauteilen für Orgeln, die weltweit zum Einsatz kommen, liegt der Schwerpunkt in der Maßanfertigung von Massivholzmöbeln.

Sämtliche Maschinen und Werkzeuge mussten damals neu angeschafft werden – ohne Hilfe wäre das nicht möglich gewesen. Jungen Gründern fehlt es oft an Sicherheiten für einen Kredit – das übernimmt die Bürgschaftsbank Sachsen, und kann damit auch unkonventionellen Ideen zum Erfolg verhelfen. Stephan Märker kann sich inzwischen über volle Auftragsbücher freuen. Den Schritt in die Selbständigkeit hat er zu keinem Zeitpunkt bereut.