Mädchenbanden am Leipziger Hauptbahnhof unterwegs

Am Donnerstagabend wurden drei Frauen und Mädchen Opfer von Mädchenbanden am Leipziger Hauptbahnhof. Sie wurden erst terrorisiert und dann ausgeraubt, so die Polizei. +++

Fall 1
Willy-Brandt-Platz/ Hauptbahnhof
Zeit: 28.07.2011, gegen 21:33 Uhr

Sie hatten Rosen in der Hand, doch führten nichts Gutes im Schilde: Eine Gruppe von vier bis fünf jungen Frauen näherte sich einer 20-Jährigen, die an der Zentralhaltestelle Hauptbahnhof auf die Straßenbahn der Linie 4 wartete. Der Geschädigten wurde mitgeteilt, dass sie ihr Geld zu übergeben habe, andernfalls müsse man sie leider schlagen. Als die 20-Jährige auf diesen vermeintlich alternativlosen Sachzwang nicht reagierte, entriss man ihr den mp3-Player.

Die Mitglieder der Bande waren ca. 16-20 Jahre alt und kamen aus Richtung der Fußgängerampel Hauptbahnhof Westhalle. Wie beschrieben, führten sie Rosen mit sich. Nach der Tat gingen sie in Richtung Fußgängerampel Hauptbahnhof Osthalle weiter.

Fall 2
Willy-Brandt-Platz/ Hauptbahnhof vor Westhalle
Zeit: 28.07.2011, 19:00 Uhr

Ebenfalls von einer Gruppe Mädchen attackiert wurden zwei Cousinen (13 und 14). Die Geschädigten stiegen aus der Straßenbahnlinie 15 am Hauptbahnhof, wollten shoppen
gehen. An der Ampel am Übergang zur Westhalle wurde die 13-Jährige aus einer Gruppe von ca. sechs weiblichen Personen angepöbelt.

Schließlich entriss man ihr die Gürteltasche, in der sich unter anderem ihr Handy befand. Danach flüchtete die Gruppe mit einer Straßenbahn in Richtung Augustusplatz. Die Mitglieder der Gruppe waren ca. 14-16 Jahre alt.

Die beiden Cousinen machten sich sofort auf den Weg zurück nach Hause. Dabei konnten sie aus der Straßenbahn beobachten, dass sich die Mädchenbande später offenbar an der Skaterbahn am Goerdelerring aufhielt.

Zeugen, die Hinweise zu den Sachverhalten geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 01 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.