Märchenwelt aus Eis und Schnee

Dresden – Noch erfolgt der letzte Feinschliff, doch am Samstag öffnen sich die Tore zum wahrscheinlich derzeit coolsten Ort von Dresden. Aus insgesamt 500 Eisblöcken haben internationale Künstler eine faszinierende Welt in der Zeitenströmung geschaffen. Märchenfiguren wie Frau Holle, Aschenbrödel oder verschiedene Figuren aus dem Film „Die Eiskönigin“ zeigen sich von einer völlig neuen Seite. Auch viele Wahrzeichen, wie z. B. das Schloss Moritzburg und die Frauenkirche, können bestaunt und sogar begangen werden.

Nach wochenlangem Sägen, Schnitzen, Feilen und Formen eröffnet Samstag, dem 25. November 2017, die erste Eiswelt Dresden in Halle 12 der ZEITENSTRÖMUNG®. Damit erwartet die Stadt eine eisig-schöne Premiere: Die überdachte Eis- und Schneeskulpturen-Ausstellung gilt als eine der größten der Welt. Mehr als 400 Tonnen Eis und Schnee, angeliefert in riesigen Blöcken, verwandelten sich in den letzten Wochen in einer extra gebauten und speziell isolierten Eishalle in ein winterlich-weihnachtliches Wunderland: Die Dresdner Frauenkirche, der Dresdner Striezelmarkt, der Fürstenzug, Schloss Moritzburg, das Blaue Wunder, Erich Kästner, das Dresdner Stollenmädchen – sie alle erhielten hier in Dresden ihr erstes Gesicht aus Eis und Schnee. Unter dem Motto „Winterwelten“ werden aber auch Märchenfiguren wie Frau Holle, Aschenbrödel, Anna, Elsa und Olaf aus dem Kino-Hit „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“, der Nussknacker sowie der Grinch Besucher in fasziniertes Staunen versetzen. Bis 25. Februar 2018 können sie nun auf knapp 1 000 Quadratmetern Fläche in eine fantasievolle Welt aus spektakulär illuminierten Szenarien eintauchen.

Geschaffen von internationalen Meistern

Mal glasklar, mal milchig weiß: Die Kunstwerke in der Eiswelt Dresden sind bis zu sieben Meter hoch, fast acht Tonnen schwer und – wie die Frauenkirche – zum Teil begehbar. Es sind Giganten aus Eis, und trotzdem vollendet bis ins winzigste Detail. 25 internationale Künstler haben in den vergangenen Wochen insgesamt 500 Eisblöcke unterschiedlicher Größe, bei minus acht Grad Celsius, mit Kettensäge, Meißel und Bügeleisen bearbeitet und diese zauberhaften Eisskulpturen geschaffen. „Was man allen Figuren ansieht, ist die Liebe der Eiskünstler zum Detail: Fragile Eissterne, zarte Verzierungen, aufwendige Dekorationen, witzige Details – hier wurde kein Aufwand gescheut, um all die schönen Ideen voller Kreativität und Kunstverstand ins Eis zu bringen“, sagt Thomas van den Dungen, Geschäftsführer der Eiswelt Dresden.

Das Team um den Künstlerischen Leiter Martin de Zoete versammelt die besten seiner Zunft aus aller Herren Länder: Nicht wenige der Eiskünstler sind Welt- und Europameister im „ice and snow carven“ (dt. Eis und Schnee schneiden), sie sind überwiegend ausgebildete Architekten und Bildhauer und kommen aus Deutschland, Finnland, Griechenland, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Russland, Ungarn, der Ukraine, den USA und Tschechien. Martin de Zoete: „Auf der ganzen Welt gibt es nur eine kleine Anzahl an Eis- und Schneeskulpturen-Schnitzern, die in Höhen bis zu neun Metern und auf diesem Qualitäts-Niveau Skulpturen fertigen können.“

Inspiration ist alles – Dresden von seiner schönsten Seite

15 verschiedene Szenarien in erstaunlicher Detailverliebtheit sind so entstanden, oft allein nach der Vorlage eines Bildes. Der Dresdner Lokalkolorit kommt dabei nicht von ungefähr: Damit die Künstler auch wissen, wie ihr Kunstwerk im Original aussieht, gingen sie auf architektonische Stadtführung durch Dresden – und staunten ihrerseits nicht schlecht: So viel Baukunst auf engem Raum hatten sie nicht erwartet. „In einer Stadt wie Dresden fällt die Auswahl der Motive naturgemäß nicht schwer, im Gegenteil“, schwärmt Eiswelt-Organisator Oliver Hartmann.

Warm einpacken, entspannt genießen

Für die Gäste der auf minus acht Grad Celsius gekühlten Eiswelt Dresden heißt es: „Warm einpacken!“. Und nach dem Rundgang? Der angrenzende, knapp 1 000 Quadratmeter große, beheizte Gastronomiebereich lädt ein zum Auftauen, Austauschen und Stärken bei Kaffee, Schokolade, Suppe und Kuchen. Wer mag, kann danach die nächste Runde im Eis drehen – die Tickets gelten am Tag des Eintritts für mehrere Durchgänge, solange sich die Besucher in den Räumlichkeiten der Eiswelt Dresden befinden.

Ergänzt wird die Schau durch die Begleitausstellung „EiSZeit“ – eine arktische Forschungsreise des Wissenschaftsjournalisten Stephan Schön.

Tickets gibt es an der Tageskasse vor Ort in der Eiswelt Dresden, täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Ausstellung ist für Jung und Alt geeignet, barrierefrei und auch für Hundebesitzer zugänglich.

 

Weitere Informationen: www.eiswelt-dresden.de