Magere Zeiten für Jugendhilfe

Die Träger der freien Jugendhilfe in Chemnitz müssen auch im kommenden Jahr mit schrumpfenden Mitteln auskommen.

Das geht aus der Beschlussvorlage des Jugendhilfeausschusses hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Danach werden laut Maßnahmeplan 2012 insgesamt rund 6,8 Millionen Euro als Förderung für die freie Jugendarbeit vorgeschlagen.

Das sind 196.000 Euro weniger für Jugendclubs, Familienförderung und Präventionsangebote als in diesem Jahr. Außerdem werden einige Angebote reduziert oder ganz gestrichen.

Zwar sei die Arbeit der Einrichtungen der freien Jugendhilfe noch nicht existenziell bedroht.

Nach Ansicht des Netzwerkes für Kultur- und Jugendarbeit sind die Projekte aber am untersten Limit angekommen.

Interview: Robert Görlach – Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V.

Die Sparmaßnahmen sorgen zum einen für inhaltliche Einschränkungen in der Projektarbeit.

Zum anderen sei durch den erhöhten Arbeitsdruck ein höherer Krankheitsstand innerhalb der Einrichtungen zu beobachten. Dabei stehen die größten Einschnitte noch nicht jetzt, sondern erst 2013 bevor.

Interview: Robert Görlach – Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V.

Am Dienstag, dem 29. November, wird der Maßnahmeplan im Jugendhilfeausschuss diskutiert.
Das letzte Wort haben die Stadträte bei der Abstimmung über den Haushalt 2012.