Mahngang Täterspuren führt durch die Dresdner Johannstadt

Dresden - Die Stationen des Mahngang Täterspuren führen in diesem Jahr unter anderem durch die Dresdner Johannstadt. Sie sollen Nazi- Verbrechen, die nicht ausschließlich durch einzelne Funktionäre begangen wurden, aufzeigen.

Wie auch im vergangenen Jahr haben Studierende der Evangelischen Hochschule Dresden den Rundgang mitorganisiert. Ihr Anliegen ist es zu hinterfragen, inwiefern nationalsozialistische Propaganda auch durch Bildungseinrichtungen und Sportvereinen verbreitet werden konnte.

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Parallel zu der Aktion des Bündnis Dresden Nazifrei wollen stadtbekannte Neonazis eine Demonstration anmelden, heißt es aus internen Kreisen.

Der sogenannte "Trauermarsch" der stadtbekannten Neonazis Maik Müllers sowie die Demo des Holocaust-Leugners Gerhard Ittner am 17. Februar sind aktuell noch mit vielen Fragezeichen verbunden. Wann und wo sie stattfinden beziehungsweise mit wie vielen Teilnehmern die Veranstalter rechnen, ist momentan nur schwer zu schätzen. Das Bündnis Dresden Nazifrei plant, wie auch in den vergangenen Jahren, kurzfristig anberaumte Aktionen aus dem politisch rechten Lager mit menschlichen Blockaden zu verhindern.

Dresden Nazifrei selbst geht am Samstag von bis zu 2.000 Mahngängern aus. Das Leitmotiv in diesem Jahr lautet "Macht - Bildung - Propaganda".

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