Mahngang Täterspuren mit vielen Teilnehmern in Dresden unterwegs

Mit rund 3200 Menschen ist der Mahngang vom Schützenplatz durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof gezogen. Mit dabei waren u.a. Pfarrer Lothar König und Sänger Sebastian Krumbiegel. +++

Dazu erklärt der Sprecher des Bündnisses Dresden Nazifrei, Silvio Lang: „Die erneute große Resonanz zeigt, wie wichtig vielen Menschen die kritische Perspektive in der Erinnerungskultur ist. Wie schon in den vergangenen Jahren, setzen wir damit erneut ein deutliches Zeichen für den Umgang mit dem 13. Februar in dieser Stadt. Dresden war Täterstadt und diese Perspektive kommt offensichtlich immer noch vielen Menschen zu kurz. Besonders wichtig ist aber auch, dass damit deutlich mehr Menschen gegen Naziideologie und Geschichtsrevisionismus auf die Straße gehen, als am Vorabend mit den Nazis.“

Ziel des Täterspurenmahnganges ist es, vor allem die Dresdner_innen für die Geschichte ihrer Stadt und ihre Rolle im Dritten Reich zu sensibilisieren. Nach dem de-facto-Verbot 2011 findet der Mahngang mittlerweile zum dritten Mal statt.

Falk Neubert, Anmelder des Täterspurenmahnganges, ergänzt: „Der Mahngang ist ein wichtiger Bestandteil in der Arbeit zum 13. Februar. Das er mittlerweile zum dritten Mal in Folge stattfinden kann, beweist auch eine große Kontinuität des Bündnisses Dresden Nazifrei. Mir ist dabei vor allem der positive Einfluss auf ein verändertes Geschichtsbewusstsein in Dresden ein wichtiges Anliegen.“ Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, ergänzt abschließend: „Ich nehme ganz bewusst heute an dem Täterspurenmahngang teil, weil es mir wichtig ist, gerade am 13. Februar auf die von Dresden ausgegangenen Verbrechen des Dritten Reiches hinzuweisen.“

Quelle: Dresden Nazifrei

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