Mahnmal am Chemnitzer Hauptbahnhof

Am Montagnachmittag ist in der Eingangshalle des Chemnitzer Hauptbahnhofes eine Gedenktafel in Erinnerung an die Deportationen enthüllt worden.

Damit soll an die Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger erinnert werden, welche während des NS-Regimes den Weg in die Vernichtungslager antreten mussten.

Initiiert wurde die Gedenktafel von Dieter Nendel, der die Deportationen als Kind mitverfolgen musste.

Interview: Dieter Nendel, Initiator Gedenktafel

Gemeinsam mit dem Bürgerverein „FUER Chemnitz“, der Jüdischen Gemeinde sowie der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ wurde die Idee dann realisiert.

Bei der Gestaltung der Tafel wurde ein symbolischer Ansatz gewählt, um das Geschehene sichtbar zu machen.

So soll das Raster auf die unerbittliche Todesmaschinerie der Nazis hindeuten.

Interview: Prof, Karl Claus Dietel, Gestaltung Gedenktafel

Von 1938 bis 1945 war der Chemnitzer Hauptbahnhof Ausgangsort für die Deportationen von jüdischen Bürgern.

Angesichts dieses Hintergrundes ist es unverständlich, dass die Gedenktafel bereits zwei Stunden nach ihrer Enthüllung mit Farbe beschmiert wurde: http://www.chemnitz-fernsehen.de/Aktuell/Chemnitz/Artikel/1402362/Betrunkener-besprueht-Gedenktafel-am-Hauptbahnhof-Chemnitz/

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar