Manga-Fieber auf der Leipziger Buchmesse

147.000 Besucher – das ist ein neuer Rekord für die Leipziger Buchmesse.

Neben den gängigen Bereichen der Sach- und Hörbücher und der beliebten Unterhaltungsliteratur gab es auch in diesem Jahr wieder die Abteilung „Comics in Leipzig“. Leipzig Fernsehen hat sich einmal in diesem ausgefallenen Bereich der Buchmesse für Sie umgesehen.

Mangas und Animes erfreuen sich in der westlichen Welt mittlerweile großer Beliebtheit. Auch in Deutschland hat die Manga-Szene ihren Platz in der Jugendkultur gefunden. Deshalb widmet die Leipziger Buchmesse den Mangas jedes Jahr einen eigenen Bereich. Und der ist auch immer gut besucht. Viele bereiten sich schon Monate vorher darauf vor, indem sie sich aufwändige Kostüme ihrer Lieblingscharaktere anfertigen. Getreu dem Motto: „Sehen und gesehen werden“. Auch die Angehörigen der japanischen Botschaft sind von so viel Interesse an der fernöstlichen Kultur begeistert.

Interview: Kaori Yamada – 2. Botschaftssekretärin

Viele Fans verbringen einen Großteil ihrer Freizeit mit dem Zeichnen von eigenen Mangas. Diese haben eine ganz eigene Bildsprache, die sich von den traditionellen Comics unterscheidet.

Interview: Rebecca Jeltsch – Mangazeichnerin

Mancher Nachwuchszeichner spielt vielleicht auch mit dem Gedanken, sein Hobby zum Beruf zu machen. Aber wie wird man eigentlich Mangazeichner?

Interview: Rebecca Jeltsch – Mangazeichnerin

Dass Mangas nicht nur in Japan spielen müssen, sondern auch die japanische mit der deutschen Kultur verbinden, zeigt das Projekt „Manga meets Märchen“. Die deutsche Märchenstraße hat einen Zeichenwettbewerb ins Leben gerufen, bei dem man eines von sieben vorgeschriebenen Märchen der Brüder Grimm in Manga-Form neu interpretieren soll. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist, was gefällt. Unterstützt werden sie dabei vom Brüder Grimm-Museum Kassel.

Interview: Bernhard Lauer – Geschäftsführer Brüder Grimm-Museum

Japan meets Leipzig – der Spagat zwischen Tradition und Moderne wurde erreicht. Am 18. März 2010 ist es dann wieder soweit. Man darf gespannt sein, wie sich diese Idee bis zur nächsten Leipziger Buchmesse weiterentwickelt.