Mann bestreitet Tötungsabsicht

Chemnitz (dapd-lsc). Ein 25-jähriger Angeklagter hat Mittwoch vor dem Landgericht Chemnitz eine Messerattacke auf eine Prostituierte zugegeben und zugleich eine Tötungsabsicht bestritten.

Er habe sich die Frau im April dieses Jahres mit dem Messerstich in den Rücken lediglich gefügig machen wollen, sagte der Mann zum Prozessauftakt. Dabei habe er nur leicht mit dem Messer zugestoßen und die Frau nicht töten wollen. Der Mann ist wegen versuchten Mordes angeklagt.

Als Gründe für die Attacke gab der arbeitslose Angeklagte seine Frustration sowie Alkoholkonsum vor der Tat an. Auch habe er die von der Frau geforderte Geldsumme nicht bei sich gehabt. Aus Sorge, keinen Sex zu bekommen, habe er mit einem Klappmesser auf die Frau eingestochen.

Die Staatsanwaltschaft hingegen wirft dem Mann vor, sein 28-jähriges Opfer in dem Chemnitzer Bordell heimtückisch angegriffen und schwer verletzt zu haben. Das Messer war dabei im Rücken des Opfers stecken geblieben. Die Attacke sei mit der Absicht erfolgt, die Frau zu töten, sagte der Staatsanwalt. Die Anklage stützt sich unter anderem auf die Aussage eines Bekannten des Mannes. Diesem gegenüber hatte der 25-Jährige die Tat demnach angekündigt.

Der Angeklagte ist bereist einschlägig vorbestraft. Er war bereits 2010 wegen versuchter Vergewaltigung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Sein damaliges Opfer war ebenfalls eine Prostituierte, die er mit einem vorgehaltenen Messer zum Sex hatte zwingen wollen.

dapd

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