Manufaktur-Kunst auf Schloss Wackerbarth

Radebeul - Beim 10. Manufakturen-Weihnachtsmarkt verwandelt sich Schloss Wackerbarth am Wochenende wieder in ein Schaufenster für Handwerkskunst aus Sachsen. Vertreten sind 75 sächsische Manufakturisten, Kunsthandwerker und Designer. Unter den Ausstellern, alle aus Sachsen, befinden sich bereits in sechster, siebter oder achter Generation geführte Betriebe, wie die Seiffener Werkstatt von Volker Füchtner, in der 1870 der erste erzgebirgische Nussknacker gefertigt wurde.

Edle Handwerkskunst und feinster Genuss, beides hat eine lange Tradition im Weihnachtsland Sachsen. Dass sich hier eine solche Fülle an Manufakturen entwickelt hat, ist unter anderem August dem Starken zu verdanken. Neben der Kunst der Porzellanherstellung geht auch die Form- und Farbsprache vieler Erzgebirgsfiguren, wie beispielsweise der Lichtertürke, auf die prachtvollen Feste des sächsischen Kurfürsten und die dort gesammelten Eindrücke der Handwerker und Bergarbeiter zurück. Bis heute ist Sachsen das Bundesland mit der größten Dichte an Manufakturen und seltenen Handwerksbetrieben. Sie führen mit großem Geschick dieses kulturelle Erbe Sachsens meisterhaft fort.

Wer sich von der Handwerkskunst der sächsischen Manufakturen selbst ein Bild machen und ihnen bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen möchte, sollte sich am kommenden Wochenende einen Ausflug nach Radebeul einplanen. Beim 10. Manufakturen-Weihnachtsmarkt verwandelt sich Schloss Wackerbarth wieder in ein Schaufenster für feinste Handwerkskunst aus Sachsen. 75 sächsische Manufakturisten, Kunst- und Genusshandwerker sowie Designer präsentieren dabei in der gesamten Anlage ganz persönlich ihre exklusiven Geschenkideen zum Fest der Sinne.

Unter den Ausstellern, die allesamt in Sachsen arbeiten, befinden sich bereits in sechster, siebter oder achter Generation geführte Betriebe, wie die Seiffener Werkstatt alter Volkskunst von Volker Füchtner, in der 1870 der erste erzgebirgische Nussknacker gefertigt wurde; die Uhren-Spezialisten von Mühle Glashütte, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Firmenjubiläum feierten; Volkskunst Neuber, die bereits seit 125 Jahren liebevoll von Hand Schwibbögen und Pyramiden fertigen oder die Ledermanufaktur Thielemann aus Leppersdorf, in der seit 1897 Sattler und Täschner feinste Lederwaren von Hand herstellen. Aber auch traditionelle sächsische Webereien, wie die 1905 gegründete Leinenweberei Hoffmann oder die 1928 gegründete Plauener Seidenweberei sowie eine der letzten sächsischen Blaudruckereien – die Blaudruckerei Folprecht aus Coswig – präsentieren vor Ort ihr seltenes Handwerk und ihre wunderschönen Produkte. Der Blaudruck wurde in diesem Jahr weltweit als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO anerkannt. Nur noch 12 Werkstätten gibt es insgesamt in Deutschland, zwei davon arbeiten in Sachsen.

2009 in einem kleinen Dresdner Lokal mit 14 Ausstellern begonnen, ist die Sächsische Weihnacht mittlerweile auch über die Landesgrenzen Sachsens hinaus bekannt und beliebt – mit ausgesuchtem Schauhandwerk, Livemusik und liebevollem Kinderprogramm, wie Bastelwerkstatt, Märchenstunde & Puppentheater auch als ein Fest für die ganze Familie. Bei einem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern werden alle gesangsfreudigen Gäste in diesem Jahr erstmals mit auf eine musikalische Reise durch die Weihnachtswelt genommen.

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm und zu den ausstellenden Manufakturen findet man unter: www.sächsische-weihnacht.de

Öffnungszeiten
Samstag, 7. Dezember 2019 10.00 bis 19.00 Uhr
Weihnachtswerkstatt für Kinder 10.00 bis 18.00 Uhr

Märchen für Groß & Klein 11.30 Uhr & 16.00 Uhr

Weihnachtsliedersingen 12.00 Uhr

Sonntag, 8. Dezember 2019 10.00 bis 18.00 Uhr
Weihnachtswerkstatt für Kinder 10.00 bis 17.00 Uhr

Puppentheater 14.00 Uhr & 16.00 Uhr

Weihnachtsliedersingen 14.00 Uhr

© Katharina Grottker
© Katharina Grottker