Marienbrücke ab Freitag wieder frei

Die Marienbrücke ist ab dem 17. August wieder uneingeschränkt für die Straßenbahnen der Linien 6 und 11 sowie den Autoverkehr befahrbar. +++

Damit hielten die Bauleute Wort und beendeten die Arbeiten wie versprochen pünktlich vor dem Dresdner Stadtfest. Zu den letzten Arbeiten gehört noch das Anschleifen der Schienenoberfläche. Das erfolgt am Dienstag und Mittwoch durch ein angemietetes Spezialfahrzeug.

Mit der Freigabe sind auch die gewohnten Nachtanschlüsse zwischen den Linien 12 und 94 an der Gottfried-Keller-Straße, den Linien 6 und 63 am Schillerplatz sowie den Linien 7 und 12 an der Tharandter Straße wieder gewährleistet. Die konnten während der Bauzeit und der dadurch veränderten Fahrtstrecke nicht stattfinden. (Zur Erklärung: Die Straßenbahnlinien 6 und 12 sind in den Nachtstunden technologisch miteinander verknüpft. Damit hatte die Umleitung der „6“ auch direkten Einfluss auf die „12“.) Wegen Gleisbauarbeiten konnten die Straßenbahnlinien 6 und 11 seit dem 4. Juni 2012 nicht über die Marienbrücke fahren und mussten in beiden Richtungen umgeleitet werden. Auf einer Länge von etwa 550 Metern tauschten die Bauarbeiter den Gleisunterbau und die Schienen zunächst auf der stromabwärts gelegenen Seite der Marienbrücke. Direkt im Anschluss folgte die stromaufwärts befindliche Brückenseite.

Der Autoverkehr wurde mit Einschränkungen und wechselnden Fahrtwegen an der Baustelle entlang geführt. Die Kosten der Baustelle betrugen einschließlich aller Planungsleistungen knapp 800.000 Euro und stammten aus dem Budget der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) für die laufende Unterhaltung der Infrastruktur.

Obwohl die eigentliche Straßendecke auf der Marienbrücke in gutem Zustand schien, war der Unterbau der Straßenbahngleise nach 14 Jahren Nutzungsdauer verschlissen. Zwar halten Bahntrassen je nach Belastung bis zu 30 Jahre, doch war in diesem Fall die Toleranzgrenze bereits erreicht. Das lag an der niedrigen Aufbauhöhe der Gleisanlagen auf den Brückengewölben, die den 1998 üblicherweise verwendeten Schwellenbau nicht zuließ.

Inzwischen gibt es eine bessere Technologie zur dauerhaften Verlegung der Gleise. Die „Feste Fahrbahn“ erlaubt das Vergießen der Schienenbefestigungen direkt im Beton. Über schwingungs- und lärmdämpfende Elemente sind die Schienen bei flacher Bettung direkt mit dem Untergrund verbunden. Diese Bauart wird seit mehr als zehn Jahren angewandt und hat sich bewährt. Auch die Qualität der Schienen selbst hat heute einen anderen Stand erreicht. So ist sichergestellt, dass die neuen Gleise länger halten.

Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe

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