Marihuana für Dresden – LKA feiert Erfolg

Seit mehreren Monaten wird gegen eine Gruppierung ermittelt, die Rauschgift nach Deutschland einschmuggeln soll, um damit zahlreiche Konsumenten in Dresden zu beliefern. Mehr unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Nach Abschluss aller notwendigen Maßnahmen, können die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen nunmehr einen erfolgreichen Einsatz verkünden.

Im Laufe der umfangreichen und äußerst schwierigen Ermittlungen konnten  Hinweise gewonnen werden,  die auf die Existenz einer Gruppierung hindeuteten, deren Mitglieder teilweise in Wohngemeinschaften lebten und in der Mehrzahl keiner geregelten Beschäftigung nachgingen. Einer der Tatverdächtigen trat bei der Feststellung einer kleinen, in einem bewohnten Abrisshaus im Bereich Bautzen eingerichteten, „Indoorplantage“ bereits im April 2012 erstmals in Erscheinung.

Zum Transport der Drogen wurde ein PS-starkes Motorrad genutzt, vermutlich um sich den Kontrollen durch Polizei und Zoll besser entziehen zu können. Bei den Schmuggelfahrten wurden die bestehenden Verkehrsregeln grob missachtet. Als Transportbehältnis diente jeweils ein größerer Rucksack.

 

Am frühen Morgen des 29.09.2012 erfolgte eine erneute „Motorradrallye“ über den Grenzübergang Sohland. Durch Spezialkräfte des LKA Sachsen konnte ein 23-jähriger Beschuldigter gestoppt und  festgenommen werden. In seinem Rucksack befanden sich ca. fünf Kilogramm Marihuana. Bei sich anschließenden Durchsuchungen wurde weiteres Marihuana in nicht geringer Menge aufgefunden. Das benutzte Motorrad und weitere bei der Durchsuchung aufgefundene Fahrzeuge wurden  beschlagnahmt.

Mit nunmehr bereits erlassenem Haftbefehl konnte in Dresden ein weiteres Mitglied der Gruppierung festgenommen werden. In diesem Zusammenhang wurden entsprechende Durchsuchungen der genutzten WG durchgeführt. Auch hier konnten verschiedene Betäubungsmittel, mehrere Handys und Bargeld sichergestellt werden. Außerdem konnten in einem sogenannten „Growzelt“, eine beachtliche Anzahl verbotener Pilze (Magic Mushrooms) festgestellt werden.

 

Am 5. Oktober 2012 konnte schließlich durch die GER Ost-Sachsen der mutmaßliche „Dresdner Verteiler“ der Gruppe festgenommen und weitere Beweismittel beschlagnahmt werden.

Derzeit sind insgesamt vier Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum, insgesamt ca. 75 Kilogramm Haschisch und Marihuana illegal eingeführt und veräußert zu haben.

 

Dieser Schlag gegen die Rauschgiftszene ist das Ergebnis langwieriger Ermittlungen und setzt – neben Geduld, Fleiß und Ideenreichtum der Ermittler und Observationskräfte – auch eine intensive Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwaltschaft voraus.

Die hohe Qualität des aus der Tschechischen Republik stammenden Marihuanas veranlasst das LKA Sachsen wiederholt zu einer eindringlichen Warnung. Aktuelle Studien belegen starke, gesundheitliche Beeinträchtigungen beim regelmäßigen Cannabisgebrauch.

Haschisch und Marihuana tauchen zunehmend im Zusammenhang mit dem Phänomen „Crystal“ auf. Der durch Crystal ausgelöste „Höhenflug“ wird durch den Konsum von beruhigend wirkenden Cannabinoiden kompensiert – d. h. nur durch Cannabiskonsum kann eine körperlich dringend benötigte Schlafperiode eingeleitet werden.

In Auswertung des Einsatzes äußerte sich der Präsident des LKA Sachsen, Herr Dr. Michaelis, wie folgt:

„ Die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität ist eines der wichtigsten Themen für das Landeskriminalamt Sachsen. Angesichts der steigenden Fallzahlen, welche vornehmlich in Verbindung mit Crystal und Marihuana stehen, ist es mir und meinen Mitarbeitern ein besonderes Anliegen, dass die Einfuhr und der Handel dieser Betäubungsmittel einem besonders hohen Verfolgungsdruck unterliegen, so dass potentielle Täter mit einem hohen Maß an Entdeckungsrisiko konfrontiert sind. Der dafür notwendige hohe

personelle und technische Aufwand ist deshalb gerechtfertigt. Ich gehe davon aus, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit von Zoll und Polizei im Rahmen der GER und darüber hinaus, auch weiterhin erfolgreich bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität ihre Wirkung zeigt.“

Quelle: LANDESKRIMINALAMT SACHSEN

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