Marius Müller Westernhagen rockt Dresden

Über eine Stunde lang hat der 65jährige dem Publikum im Alten Schlachthof ausschließlich Songs seines neuen Albums „Alphatier“ vorgespielt, das mit überwiegend wohlwollendem Interesse aufgenommen wurde. Mehr dazu bei DF-Online. +++

Westernhagen! In Dresden! Wer hätte das gedacht, wo Dresden noch nicht mal ein Stadion für min. 60 000 Leute hat. Heute macht es der Meister auch mal eine Nummer kleiner, denn MMW ist auf Clubtournee – und da ist der Alte Schlachthof gerade so klein genug.

Über eine Stunde lang spielte der 65jährige dem Publikum ausschließlich Songs seines neuen Albums „Alphatier“ vor, das – nun ja – mit überwiegend wohlwollendem Interesse aufgenommen wurde. Immerhin – die Songs erinnerten weit mehr an den Westernhagen, wie man ihn aus den 80’ern kennt, als die Alben der letzten 10 Jahre (ja, die gab es auch).

Schwamm drüber – Westernhagen ist „wieder hier“. Tatsächlich präsentierte sich der einstige Rock-Gigant in Topform – und wußte natürlich, was sein mit ihm gereiftes Publikum wirklich wollte – die alten Hymnen. Und die gab’s dann auch.
Willenlos, Taximann, Sexy, Mit 18, Johnny W. Und der Saal kochte, klar. Keiner, der nicht jedes Wort mitsingen konnte. Als wären seitdem keine 30, 40 Jahre vergangen.

Ein musikalisches Vemächtnis, zu dem die Band sicher weniger eine Beziehung hatte als das Publikum. Die Musiker waren nahezu ausnahmslos aus den USA importiert – und spielten die Songs durchaus solide – aber …manchmal… uninspiriert? Und Johnny W. ohne Gitarrensolo? Naja…

Im Background am Mikrofon unter anderem die neue Flamme des Meisters – Lindiwe Suttle – mit der er dann nach reichlich 90 Minuten fröhlich turtelnd die Bühne verließ.

Ein befriedigtes Publikum und den Eindruck hinterlassend, daß wir MMW nicht das letzte Mal gesehen haben. Fazit: 100 Prozent Stimme, noch mind. 80 Prozent Westernhagen. So wie er heute rüberkam – könnte es gut und gern auch noch die nächsten 10 Jahre weitergehen – hoffentlich!

K.K.