Markanter Anstieg der Baupreise in Sachsen!

Im Februar musste für die Errichtung eines neuen Wohngebäudes 3,6 Prozent mehr gezahlt werden als noch vor einem Jahr. Aktuell erreichte der Index einen Stand von 117,0 (Basis 2005 = 100) und wies somit den stärksten Anstieg seit November 2007 (6,0 Prozent) auf. Die generell sehr hohen Veränderungsraten zu 2006 waren damals nicht zuletzt eine Folge der Mehrwertsteueranhebung.

Momentan wirkten sich die kräftig angezogenen Preise sowohl im Roh- (3,2 Prozent) als auch Ausbaugewerke (3,9 Prozent) aus. So verteuerten sich beispielsweise „Verbau-“ (8,0 Prozent), „Stahlbau-“ (7,2 Prozent), „Fliesen- und Plattenarbeiten“ (6,7 Prozent) sowie der Einbau von „Nieder- und Mittelspannungsanlagen“ (7,9 Prozent) in den jeweiligen Sparten am stärksten gegenüber Februar vergangenen Jahres. Einzig „Naturwerkstein-“ (-0,8 Prozent), „Maler- und Lackier-“ (-0,6 Prozent) sowie „Tapezierarbeiten“ (-0,5 Prozent) wurden günstiger ausgeführt.
 
Im Tiefbau sorgten u. a. höhere Preise im „Verkehrswegebau“, bei „Abdichtungs-“ (3,5 Prozent), „Korrosions-“ (7,8 Prozent), „Verbau-“ (8,0 Prozent) sowie „Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten“ (12,8 Prozent) für einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Indizes für den „Bau von Straßen“ (2,3 Prozent), „Brücken“ (5,0 Prozent) und „Ortskanälen“ (2,2 Prozent) innerhalb der Jahresfrist. Während „Schönheitsreparaturen in einer Wohnung“ reichlich 1 Prozent günstiger in Auftrag gegeben werden konnten, waren für „Instandhaltungsmaßnahmen an Mehrfamiliengebäuden“ beinahe 4 Prozent mehr an finanziellen Mitteln als noch vor einem Jahr einzuplanen. Gegenüber November stiegen die Baupreise ebenso spürbar an – im Schnitt um fast 2 Prozent.