Martin zur Nedden: „Mit Entscheidung der Landesdirektion wichtige Hürde bei Porta-Ansiedlung genommen“

„Mit der Entscheidung der Landesdirektion ist ein wichtiger Schritt getan, um ein Möbelhaus nahe der Innenstadt zu errichten“, sagt Baubürgermeister Martin zur Nedden.

Damit reagiert er auf den Bescheid, den die Landesdirektion der Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG) mbH & Co. KG im Hinblick auf den weiteren Umgang mit den Messehallen 1 bis 3 erteilt hat. Die Inhalte des Bescheides entsprechen im Wesentlichen der von der Stadt Leipzig vertretenen Position.

Danach wird der markante Eingangsbereich der Halle 2 im Original erhalten, so dass die Halle 2 nur teilweise rückgebaut wird. Die Hallen 1 und 3 werden abgebrochen, im Rahmen des bereits mit der Firma Porta vereinbarten Fassadenwettbewerbes soll aber in den der Prager Straße und der Philipp-Rosenthal-Straße zugewandten Fassaden eine Anmutung des alten Zustandes wiedererstehen.

In diesem Zusammenhang ist erneut darauf hinzuweisen, dass auch die Stadt Leipzig ihre diesbezügliche Position erst nach einer intensiven Abwägung formuliert hat. Den Belangen des Denkmalschutzes hinsichtlich des Erhaltes der drei Hallen standen andere gewichtige Belange gegenüber. Genannt seien hier der zunehmend kritischer werdende Gebäudezustand, die nicht erkennbare Aussicht auf eine langfristig rentierliche Vermietung bzw. einen Verkauf bei Erhalt der Hallen sowie die Möglichkeit, an diesem Standort relativ innenstadtnah ein großes Möbelhaus anzusiedeln. Möbelhäuser dieser Größenordnung sind sonst nicht in Kerninnenstadtlagen zu finden.

Im Weiteren werden die Gespräche mit der Firma Porta zügig weitergeführt, u.a. um die Inhalte des Fassadenwettbewerbes möglichst schnell zu formulieren sowie den weiteren zeitlichen Ablauf zu konkretisieren. Außerdem wird das Bebauungsplanverfahren, dessen Durchführung zur Herstellung der Genehmigungsfähigkeit des Projektes notwendig ist, baldmöglichst in die nächste Verfahrensphase gehen.