Massive Behinderungen in ganz Sachsen

Leipzig (dapd-lsc-lsc). Ergiebige Schneefälle, Schneeverwehungen und Schneeglätte sorgen auf den Straßen in weiten Teilen Sachsens für massive Behinderungen.

Auf zahlreichen Autobahnabschnitten kamen die Autos am Mittwoch nur noch langsam voran oder es bildeten sich Staus. Viele Straßen sind gesperrt. Auch vier Grenzübergänge mussten geschlossen werden. Busse fuhren am Mittwoch vielerorts nur unregelmäßig oder blieben in den Depots.

Eine Sprecherin des Verkehrswarndienstes sagte der Nachrichtenagentur dapd in Dresden, die Situation auf den Straßen im gesamten Freistaat sei angespannt. „Es gibt seit den Morgenstunden mit Einsetzen des Berufsverkehrs erhebliche Probleme.“ Nach ihren Angaben sorgen vor allem Schneeverwehungen und quer stehende Lkw für Behinderungen. Die Räumfahrzeuge kämen an vielen Stellen nicht mehr durch. Entspannen werde sich die Situation voraussichtlich erst gegen Abend.

Die Autobahn 17 wurde am Morgen zwischen der Anschlussstelle Gorbitz und der Landesgrenze in Richtung Prag komplett gesperrt. Dort sind zahlreiche Lastwagen stecken geblieben. Sie sollen nun freigeschleppt werden. Laut Polizei ist der Grenzübergang im Zuge der A 17 Richtung Tschechien gesperrt, gleiches gilt für den Grenzübergang Reitzenhain an der B 174. Auch in Deutscheinsiedel und Olbernhau wurden die Übergänge gesperrt.

Stark betroffen ist auch die A 4 rund um Chemnitz, dort behindern mehrere quer stehende Lkw den Verkehr. Zwischen Zwickau und Chemnitz staute sich der Verkehr. Viele kleinere Straßen wurden auch wegen Schneebruchs gesperrt. Zudem warnt die Polizei auf der A 9 am Schkeuditzer Kreuz vor Straßenglätte.

Probleme gab es auch im Nahverkehr, weil viele Strecken nur noch eingeschränkt oder gar nicht befahren werden können. Dadurch kam es zu einer ganzen Reihe von Verspätungen und Ausfällen. Wie lange die Busse nicht fahren, ist derzeit noch unklar. Im Vogtland fuhren keine Schulbusse. Ebenfalls von den Schneefällen betroffen sind die Tankstellen. Im Vogtland blieben Lieferungen aus. Nach Angaben einzelner Tankstelle reichen die Vorräte derzeit noch für zwei Tage, Diesel ist bereits jetzt schon zum Teil ausverkauft.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Dienstag eine Unwetterwarnung für weite Teile Sachsens herausgegeben, die noch bis Mittag gilt. Die angekündigten massiven Schneefälle in Sachsen sind in der Nacht zu Mittwoch allerdings geringer ausgefallen als erwartet. In Zinnwald fielen 15 Zentimeter Schnee, auf dem Fichtelberg waren es 20 Zentimeter, in Chemnitz 8, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Am Dienstag hatten die Meteorologen vor bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gewarnt. Insgesamt liegen auf dem Fichtelberg jetzt 120 Zentimeter Schnee, in Zinnwald 102, in Chemnitz 45.

dapd