Medien – Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Sat, 03 Oct 2026 20:26:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 Igel im Herbst: Wann sie Hilfe brauchen https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/igel-im-herbst-wann-sie-hilfe-brauchen/ Sun, 04 Oct 2026 09:03:07 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301702

Dresden - Der Herbst ist für Igel eine entscheidende Zeit: Die Tiere fressen sich ein Fettpolster für den Winter an, bevor sie Ende Oktober und im November ihre Winterquartiere beziehen. In der Igelhilfe Radebeul werden verletzte und untergewichtige Tiere aufgepäppelt und bei Bedarf medizinisch versorgt. Ziel ist es, die Igel nach ihrer Genesung wieder auszuwildern.

Doch wann braucht ein Igel tatsächlich Hilfe? Laut Igelhilfe sind unter anderem tagaktive, verletzte oder abgemagerte Tiere auffällig. Auch kleine Igel, die allein unterwegs sind, können Unterstützung benötigen. Wer unsicher ist, sollte sich beraten lassen und nicht auf eigene Faust handeln. Die Igelhilfe Radebeul bietet dafür einen Igelnotruf und eine Igelberatung an.

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Dresden Monarchs sind Deutscher Meister https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/dresden-monarchs-sind-deutscher-meister/ Sat, 03 Oct 2026 20:12:57 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2302689

Die Dresden Monarchs haben den GFL Bowl 2026 gewonnen. Im Rudolf-Harbig-Stadion setzte sich das Team am Samstagabend mit 27:19 gegen die Potsdam Royals durch. Vor mehr als 25.000 Zuschauern krönten die Dresdner damit eine Saison, in der sie bereits ungeschlagen durch die reguläre Spielzeit gegangen waren. Für die Monarchs ist es nach dem Triumph 2021 der zweite deutsche Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Gleichzeitig beendeten die Monarchs die Titelserie der Potsdam Royals, die 2023, 2024 und 2025 jeweils Deutscher Meister geworden waren. Bereits in den beiden vergangenen Jahren hatten Dresden und Potsdam im Finale gegeneinander gespielt – beide Male hatten sich die Royals durchgesetzt. Beim dritten GFL-Bowl-Duell in Folge gelang den Monarchs nun vor heimischer Kulisse der Sieg.

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„Gaubln“ ist Sachsens Wort des Jahres https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/gaubln-ist-sachsens-wort-des-jahres/ Sat, 03 Oct 2026 14:39:45 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2302668

Monatelang wurde gesammelt, gesichtet und diskutiert – jetzt steht das Sächsische Wort des Jahres 2026 fest: „Gaubln“. Der Begriff beschreibt das Tauschen und Handeln miteinander. Mehr als 2.000 Wortvorschläge hatte die Jury um Schauspieler Tom Pauls, Autor Peter Ufer und MDR-Moderator Andreas Berger zuvor zu bewerten. Seit 2008 zeichnet die Ilse-Bähnert-Stiftung sächsische Wörter aus und will damit Mundart und zunehmend verschwindende Begriffe bewahren.

Verkündet wurde das Siegerwort am Tag der Deutschen Einheit bei einer Gala im Dresdner Boulevardtheater. Die Veranstaltung ist Teil des zweiten GOGELMOSCH-Dialektivals, das vom 30. September bis 4. Oktober in Dresden und Pirna den sächsischen Dialekt feiert. Auf der Bühne standen unter anderem Tom Pauls, Peter Ufer und Gunter Böhnke. In der diesjährigen Zusatzkategorie „Sächsisches Wort aus dem Handwerk“ entschied sich die Jury außerdem für „Giege“, die Bezeichnung für ein kleines, spitzes, letztlich aber stumpfes Messer.

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Skatepark Lingnerallee wieder geöffnet https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/skatepark-lingnerallee-wieder-geoeffnet/ Fri, 02 Oct 2026 15:23:51 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2302020

Dresden. Seit dem 1. Oktober ist die Skateanlage an der Lingnerallee wieder geöffnet. Die 2005 gebaute Anlage war zuletzt sanierungsbedürftig und wurde grundlegend erneuert. Bei der Planung sollten unterschiedliche Sportarten und Könnerklassen berücksichtigt werden. Auch die späteren Nutzer wurden frühzeitig einbezogen und konnten ihre Erfahrungen und Wünsche in Workshops einbringen.

Heute soll der Park deutlich vielseitiger nutzbar sein als zuvor. Neben Skateboardern können auch andere Rollsportler die Anlage nutzen, zugleich ist sie für Anfänger wie erfahrene Fahrer ausgelegt. Für die Dresdner Szene bleibt vor allem die zentrale Lage ein Pluspunkt: Skateboarding findet hier mitten in der Stadt statt und nicht irgendwo am Rand.

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Dresdner Haushalt: PVP kritisiert Hilberts Vorgehen https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/dresdner-haushalt-pvp-kritisiert-hilberts-vorgehen/ Fri, 02 Oct 2026 15:18:39 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2302008

Dresden - Piraten-Stadträtin Anne Herpertz aus der PVP-Kooperation wirft Oberbürgermeister Dirk Hilbert vor, dem Stadtrat wichtige Informationen zum Doppelhaushalt 2027/2028 vorzuenthalten. Bei einem Pressegespräch am 1. Oktober kritisierte sie einen „Maulkorb“ für die Verwaltung. Nach der von der PVP zitierten Anweisung sollen Antworten auf Haushaltsfragen zentral gebündelt, von der Kämmerei geprüft und dem Oberbürgermeister zur Kenntnis vorgelegt werden. Herpertz sieht dadurch die Entscheidungsgrundlage des Rates gefährdet. Auch die Grünen fordern die Rücknahme der Festlegung. Ihr finanzpolitischer Sprecher Torsten Hans verlangt direkte und zügige Antworten der zuständigen Fachbereiche.

Stadtsprecher Daniel Heine weist den Maulkorb-Vorwurf zurück und spricht von „geordnetem Verwaltungshandeln“. Die zentrale Bearbeitung sei angesichts von mehr als 250 Fragen aus dem Stadtrat, den Stadtbezirken und Ortschaften notwendig. Zugleich bestätigt die Stadt, dass Mehrbedarfe bei den verwaltungsinternen Debatten zur Erstellung des Haushaltsentwurfs nicht erfasst wurden. Sie begründet dies mit der angespannten Haushaltslage; zusätzliche Mittel hätten nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden können. Der Vorschlag, auf die Kommunikation von Mehrbedarfen zu verzichten, sei laut Heine aus dem Kreis der Beigeordneten gekommen. Den Umfang der nicht erfassten Mehrbedarfe beziffert die Stadtantwort nicht.

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17,8 Millionen für Leipzigs neues Start-up-Zentrum https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/178-millionen-fuer-leipzigs-neues-start-up-zentrum/ Fri, 02 Oct 2026 14:47:25 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301975 Leipzig eröffnet neues Zentrum für junge Unternehmen Auf rund 5.500 Quadratmetern sollen in Leipzig künftig Gründungsberatung, Wissenschaft, junge Unternehmen und Investoren enger zusammenarbeiten. Am 1. Oktober wurde dafür das neue Innovationszentrum in Halle 7 eröffnet. Stadt Leipzig, Universität, HHL und weitere Partner wollen Unternehmen von der ersten Idee bis in die Wachstumsphase begleiten. Hinter dem Projekt steht auch eine wirtschaftspolitische Hoffnung: Junge Unternehmen sollen nicht nach ihrer Gründung in andere Städte abwandern, sondern in Leipzig wachsen, Mitarbeiter einstellen und langfristig Wertschöpfung erzeugen. Oberbürgermeister Burkhard Jung formuliert das Ziel ambitioniert. Auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze durch das Zentrum entstehen könnten, antwortete er: „Im besten Fall Tausende.“ Einen verbindlichen Zielwert oder einen Zeitraum dafür gibt es allerdings nicht.

17,8 Millionen Euro für den jüngsten Umbau

Für den Aufbau des Innovationszentrums wurden nach Angaben der Stadt innerhalb von zwei Jahren 17,8 Millionen Euro investiert. Bereits zuvor waren rund 13,9 Millionen Euro in die Sanierung der Gebäudehülle und Flächen für die dort ansässigen Theater geflossen. Damit liegt das Investitionsvolumen für die unterschiedlichen Bauphasen insgesamt bei knapp 32 Millionen Euro. Damit stellt sich eine naheliegende Frage: Wann kommt dieses Geld zurück? Eine einfache Rechnung gibt es nicht. Der wirtschaftliche Erfolg eines solchen Zentrums bemisst sich nicht allein an Mieteinnahmen oder der Zahl eingeworbener Investorenmillionen. Entscheidend ist unter anderem, ob Unternehmen dauerhaft in Leipzig bleiben, Beschäftigte einstellen und Gewinne erwirtschaften.

Investorengeld ist keine Einnahme für Leipzig

Das bisherige Gründungsnetzwerk kann auf eine Reihe erfolgreicher Unternehmen verweisen. Nach eigenen Angaben wurden seit 2015 mehr als 240 Start-ups unterstützt. Die durchschnittlich eingeworbene Finanzierung liege bei rund 2,9 Millionen Euro. Diese Zahlen dürfen allerdings nicht mit einem finanziellen Rückfluss an die Stadt verwechselt werden. Venture Capital fließt zunächst in die Unternehmen. Auch hohe Finanzierungsrunden sagen nichts darüber aus, wie viel Gewerbesteuer in Leipzig gezahlt wird. Öffentlich verfügbare Zahlen lassen deshalb keinen belastbaren Schluss zu, dass ein einzelnes bisher begleitetes Unternehmen die öffentlichen Investitionen in das neue Zentrum bereits über kommunale Steuern „zurückgezahlt“ hätte.

Wie verdient Leipzig an einem erfolgreichen Unternehmen?

Der unmittelbarste kommunale Steuerfaktor ist die Gewerbesteuer. Der Leipziger Hebesatz beträgt 460 Prozent. Nach dem Gewerbesteuergesetz wird der maßgebliche Gewerbeertrag zunächst mit einer bundesweit einheitlichen Steuermesszahl von 3,5 Prozent multipliziert. Vereinfacht ergibt sich daraus bei einer Kapitalgesellschaft eine rechnerische Gewerbesteuerbelastung von 16,1 Prozent des maßgeblichen Gewerbeertrags. Bei einer Million Euro steuerpflichtigem Gewerbeertrag wären das rechnerisch rund 161.000 Euro Gewerbesteuer. Davon sind unter anderem die Gewerbesteuerumlage und gegebenenfalls die Aufteilung zwischen verschiedenen Betriebsstätten zu berücksichtigen. Unterhält ein Unternehmen Standorte in mehreren Kommunen, wird der Steuermessbetrag grundsätzlich aufgeteilt, insbesondere anhand der Arbeitslöhne an den jeweiligen Betriebsstätten. Auch Arbeitsplätze können kommunale Einnahmen stärken. Gemeinden erhalten 15 Prozent des bundesweiten Aufkommens aus Lohn- und Einkommensteuer. Die Verteilung richtet sich allerdings nicht einfach danach, wo jemand arbeitet, sondern unter anderem nach dem Wohnort. Körperschaftsteuer fließt dagegen direkt an Bund und Länder, nicht unmittelbar an die Kommune.  

Kretschmer spricht über Dual Use

Bei der Eröffnung kam noch eine zweite Frage auf: Welche Technologien sollen an dem neuen Standort überhaupt Platz finden? Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte im Interview, Sachsen sei das Bundesland mit „am wenigsten Restriktionen“ und verwies darauf, dass andere Länder beziehungsweise Hochschulen Zivilklauseln kennen. Die Aussage über die bundesweit geringsten Restriktionen ist eine politische Bewertung Kretschmers. Fakt ist: Im sächsischen Hochschulrecht besteht keine landesweit verpflichtende Zivilklausel. Einen Antrag, die staatlichen Hochschulen gesetzlich auf zivile und friedliche Zwecke festzulegen, lehnte der Sächsische Landtag im November 2024 mehrheitlich ab. Eric Weber schränkt für den neuen Standort ein: Defense werde nicht aktiv als Schwerpunkt abgedeckt. Im Zentrum stehen insbesondere Energie, Gesundheit, Infrastruktur und Bauen. Dual-Use-Anwendungen könnten nach seiner Einschätzung dennoch entstehen, etwa wenn eine ursprünglich zivile Energietechnologie später auch militärisch eingesetzt werden könne.

Covenant ist davon zu trennen

Die Frage ist in Leipzig aktuell besonders präsent. Das US-Rüstungsunternehmen Covenant hat angekündigt, ab 2027 in Leipzig mit der Produktion des Langstrecken-Marschflugkörpers „Anthem“ zu beginnen. Das Unternehmen plant einen größeren Produktionsstandort für den europäischen Markt. Eine Verbindung zwischen Covenant und dem neuen Innovationszentrum ist nicht bekannt. Die beiden Entwicklungen sollten deshalb nicht miteinander gleichgesetzt werden. Für Halle 7 beginnt die entscheidende Phase ohnehin erst jetzt. Räume, Beratung und Netzwerke sind vorhanden. Ob aus den Millioneninvestitionen auch ein messbarer wirtschaftlicher Nutzen für Leipzig entsteht, wird sich daran zeigen, wie viele Unternehmen dauerhaft in der Stadt wachsen, Beschäftigung schaffen und hier steuerpflichtige Gewinne erzielen.]]>
Steuergeldverschwendung im großen Stil? https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/steuergeldverschwendung-im-grossen-stil/ Fri, 02 Oct 2026 14:43:16 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301954 666.000 Euro für ein neues Erscheinungsbild der Stadt: Leipzigs Corporate Design sorgt erneut für Kritik. Zum zweiten Mal in Folge taucht das Projekt im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler auf.
Wie konnten aus deutlich geringeren ursprünglichen Kosten am Ende mehr als eine halbe Million Euro werden? Und wie erklärt die Stadt diese Entwicklung?
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Margon Arena wird zur Cyberport Arena https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/margon-arena-wird-zur-cyberport-arena/ Fri, 02 Oct 2026 10:21:38 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301543

Dresden: Seit dem 1. Oktober trägt die Mehrzweckhalle an der Bodenbacher Straße einen neuen Namen: Aus der Margon Arena ist die Cyberport Arena geworden. Das Dresdner Unternehmen Cyberport hat die Namensrechte für zunächst drei Jahre übernommen.

Zuvor war der Vertrag mit Margon zum 30. Juni ausgelaufen. Die 1998 eröffnete Halle gehört zum Eigenbetrieb Sportstätten der Landeshauptstadt Dresden und ist unter anderem Heimspielstätte der DSC-Volleyballerinnen und der Dresden Titans. 

Neben dem neuen Namen gibt es weitere Veränderungen. Das Catering übernimmt künftig die Eislöwen Event GmbH. Gleichzeitig soll die Arena umfassend saniert werden. Dafür sind derzeit rund fünf Millionen Euro vorgesehen. Unter anderem sollen technische Anlagen, Brandschutz, Sportboden, Fassade und Beleuchtung erneuert werden. Größere Arbeiten sind nach aktuellem Stand für den Sommer 2027 vorgesehen. Cyberport prüft außerdem, ob einzelne Vereine künftig über die Namenspartnerschaft hinaus unterstützt werden können.

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Fünf Cosel-Handschriften zurück auf Burg Stolpen https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/fuenf-cosel-handschriften-zurueck-auf-burg-stolpen/ Fri, 02 Oct 2026 09:47:17 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301498

Stolpen - Fast 50 Jahre verbrachte Gräfin Cosel in Verbannung auf Burg Stolpen. Nun kehren fünf originale handschriftliche Dokumente der berühmten Mätresse Augusts des Starken an den Ort zurück, an dem sie zum großen Teil entstanden sind. Die Schriftstücke stammen aus den Jahren 1712 bis 1748 und befanden sich zuvor mehr als 30 Jahre in Privatbesitz. Im Sommer 2026 wurden sie der Burg Stolpen als Schenkung übergeben.

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Der Herr der Scheine geht – Neuer Chef für Chemnitzer Geldzentrale https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/der-herr-der-scheine-geht-neuer-chef-fuer-chemnitzer-geldzentrale/ Fri, 02 Oct 2026 07:56:08 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?post_type=cmms_media&p=2301399 Nach zehn Jahren an der Spitze verabschiedet sich der Leiter der Chemnitzer Bundesbank-Filiale in den Vorruhestand. Doch was passiert eigentlich hinter der markanten Glasfassade mitten in der Stadt? Warum spielt der Standort für die Region eine wichtige Rolle – und hat Bargeld überhaupt noch eine Zukunft?  In Chemnitz wird mehr Bargeld ausgezahlt als in München. Klingt überraschend – zeigt aber, welche Rolle Scheine und Münzen in der Region noch immer spielen. Eine wichtige Adresse dafür ist die Bundesbank-Filiale im Park der Opfer des Faschismus. Und dort gibt es jetzt einen Wechsel an der Spitze. 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen in der Filiale dafür, dass Banken und Unternehmen in Südwestsachsen mit Bargeld versorgt werden. Angelieferte Scheine werden außerdem auf Echtheit und Beschädigungen geprüft. Geld gedruckt wird hier dagegen nicht. Laut Sachsens Finanzminister Christian Piwarz ist die Bundesbank-Filiale deshalb ein wichtiger Standort für Chemnitz und die gesamte Region. Zehn Jahre lang leitete Markus Feilhuber die Chemnitzer Filiale. Seit 1991 arbeitet er für die Deutsche Bundesbank, seit 1995 in Chemnitz. In dieser Zeit erlebte er unter anderem die Euro-Einführung und 2004 den Umzug in das heutige Gebäude. Jetzt geht der 58-Jährige in den Vorruhestand. Für den bisherigen Filialleiter Markus Feilhuber endet damit nach mehr als drei Jahrzehnten bei der Bundesbank ein langes berufliches Kapitel. Gleichzeitig freut er sich darauf, nun einen neuen Weg einzuschlagen. Sein Nachfolger wird David Slomka. Der 51-Jährige aus Leipzig kennt das Bargeldgeschäft von Grund auf und übernimmt nun die Verantwortung für die Chemnitzer Filiale. Für den neuen Filialleiter David Slomka geht es jetzt darum, den Standort sicher in die Zukunft zu führen. Dabei hat er klare Ziele für seine neue Aufgabe. Und obwohl immer häufiger mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlt wird, spielt Bargeld weiter eine wichtige Rolle. Selbst D-Mark werden in Chemnitz noch fast täglich in Euro umgetauscht. Für Guido Müller, Präsident der Bundesbank-Hauptverwaltung in Sachsen und Thüringen, bleibt Bargeld deshalb auch in einer zunehmend digitalen Welt unverzichtbar. Mit David Slomka beginnt damit ein neues Kapitel in der Chemnitzer Bundesbank-Filial, an einem Standort, der zeigt: Auch im digitalen Zeitalter sind Scheine und Münzen noch längst nicht Geschichte.]]>