Kleiner Pieks, große Wirkung – Deshalb ist Impfen wichtig

Weniger als 90 Prozent der sächsischen Schulanfänger besitzen den von der Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (kurz: STIKO) empfohlenen Impfschutz. Zu diesen Ergebnis kommt der aktuelle BARMER Arzneimittelreport. Bei den Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln liegt der Anteil sogar unter 80 Prozent. Für Landesgeschäftsführer der BARMER Sachsen, Dr. Fabian Magerl, sind die Zahlen alarmierend.

Immer wieder wird fehlendes Vertrauen in das Impfen als Grund für eine geringe Impfquote genannt. Viel häufiger werden allerdings anstehende Impfungen erst aufgeschoben und dann vergessen. Das spiegelt sich laut BARMER vor allem in den weiten Wegen oder langfristigen Terminplanungen wider. Zu dem nennt Dr. Magerl drei weitere Ursache für einen fehlenden Impfschutz.

Um die erheblichen Impflücken zu schließen, versucht die BARMER zukünftig noch mehr aufzuklären und bessere Informationskampagnen umzusetzen. Ebenso soll ein besserer Austausch mit Eltern und Pädagogen erfolgen und Erinnerungsschreiben aufgesetzt werden.

Ähnlich geht auch Dr. Ostendorf mit der Problematik um. Der Hausarzt in Paunsdorf weiß um die unbefriedigende Impfquote und nimmt sich daher rege Zeit für seine Patienten.

Laut Ostendorf und BARMER ist Impfen eine der sichersten und effektivste Maßnahme um Krankheiten und Infektionen vorzubeugen – mit einem sehr guten Nutzen-Risiko-Verhältnis. Dabei steht nicht nur der Individualschutz, sondern viel mehr der Schutz der Gemeinschaft, die sogenannten Herdenimmunität im Vordergrund.

Trotz schonender Impfstoffe kann es immer mal wieder zu unangenehmen Impfreaktionen kommen, die für Ostendorf allerdings keine schlimmere Folgen haben, sondern auch dazu gehören.

Wer sich unsicher ist, ob und wie er geimpft werden muss, sollte sich die Empfehlungen der STIKO und der sächsischen Impfkommission zu Rate ziehen. In Form eines übersichtlichen Impfkalenders geben sie eine gute Orientierung, wann welche Impfungen sinnvoll sind.