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Chemnitz- Am 1. Mai füllte sich die Chemnitzer Innenstadt wieder mit zahlreichen Demonstranten aus verschiedenen politischen Spektren.

Um circa 9 Uhr begann am Karl-Marx-Monument eine Demonstration gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Mehrere hundert Menschen versammelten sich zum so genannten „Früh aufstehen gegen Rassismus.“ Organisiert wurde die Veranstaltung von dem gleichnamigen Bündnis. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bündnis Aufstehen gegen Rassismus.  Auch Martin Dulig – Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – zog mit Bannern durch die Straßen, um sich zu positionieren.

Auf dem Neumarkt versammelten sich am Vormittag der Deutsche Gewerkschaftsbund und circa andere 30 Parteien und Organisationen.Zeitgleich begann die AfD-Veranstaltung vor dem Alten Rathaus, welche rund 300 Teilnehmer verzeichnete. Bei einer Rede von Beatrix von Storch gab es neben jubelnden Befürwortern allerdings auch ein massives Pfeifkonzert und Sprechchöre, die sich vom Neumark aus laut gegen die geteilten Ansichten äußerten.  Beide Veranstaltungen standen unter Polizeibeobachtung. Beamte aus Sachsen-Anhalt, Bayern sowie der Bundespolizei kamen vor Ort zum Einsatz.  Am Nachmittag veranstaltete die Vereinigung Pro Chemnitz ein Bürgerfest mit circa 150 Leuten. Schätzungsweise 100 Gegendemonstranten versammelten sich unweit der Veranstaltung. Die Polizei riegelte die Zufahrt für Fahrzeuge ab.

Am Abend gegen 18 Uhr verabschiedeten sich immer mehr Teilnehmer und die Straßen leerten sich. Insgesamt verliefen alle Demonstrationen ohne besondere Vorkommnisse.