Der Pfarrer und die Drogen

Chemnitz- Ein Pfarrer aus Chemnitz soll nebenher als Drogendealer tätig gewesen sein. Aufgrund dessen saß dieser am Montag beim Landgericht auf der Anklagebank.

Der Angeklagte war Pfarrer der St.-Pauli-Kreuz-Kirchgemeinde auf dem Kaßberg. Offenbar besorgte er in Leipzig das Marihuana, welches im Nachhinein in Chemnitz verkauft wurde. Das soll der Geistliche aber nicht allein gemacht haben, er soll mehrfach einen Flüchtling hin und her gefahren haben, welcher die Arbeit des Ein- und Verkaufes der Drogen für ihn übernahm. Der Pfarrer gestand die Taten, sein Motiv war Fürsorge. Er wollte dem Flüchtling finanziell helfen. Scheinbar gab er ihm eine hohe Summe Geld um seine Familie aus einem Flüchtlingslager in Griechenland zu holen. Das Geld konnte aber nicht zurückgezahlt werden, somit chauffierte er den Flüchtling mehrmals in die Nachbarstadt um mit Drogenhandel das Geld schnell einzutreiben. Später fuhr er auch ohne ihn und dealte mit Kunden. Heute schäme er sich für seine Taten.

Seit 2017 half er Flüchtlingen, unternahm Behördengänge für sie und schrieb Briefe um ihnen unter die Arme zu greifen. Was nun die genauen Hintergründe für den Drogenhandel waren, wird sich kommenden Montag sicherlich klären. Die Verhandlung wird am 21.Oktober um 14 Uhr fortgesetzt.