OB-WAHL KANDIDATEN FORMIEREN SICH

Chemnitz- Fast eine Woche ist es her, als die Chemnitzer eine Entscheidung für ein neues Stadtoberhaupt treffen mussten. Bereits im Verlauf des Sonntags wurde klar, dass keiner der Neun Kandidaten die eindeutige Mehrheit erhalten würde.

Dennoch zeichnete sich eine klare Spitze ab. Über den Abend hinweg gab es ein enges Kopf an Kopf rennen zwischen dem SPD-Kandidaten, Sven Schulze und der CDU-Kandidatin, Almut Patt. Beide Kandidaten gelangten über die 20 Prozent Marke. Als Sieger des Abends mit 23,06 Prozent, ging schließlich Sven Schulze von der SPD hervor. Dicht gefolgt von der CDU-Kandidatin Almut Patt mit 21,40 Prozent. Doch auch um den dritten und vierten Platz wurde hart gekämpft. Letzten Endes konnte sich Susanne Schaper von DIE LINKE, mit 15,12 Prozent, den dritten Platz sichern. Mit 12,17 Prozent belegte Ulrich Oehme von der AfD den vierten Platz.

Da es am vergangenen Sonntag jedoch nicht zu einer eindeutigen Mehrheit für einen der Neun Kandidaten kam, geht es nun in die zweite Runde. Bereits jetzt gibt es die ersten Bekanntgaben über erneute Antritte.  Neben Almut Patt und Sven Schulze, welche die meisten Stimmen letzten Sonntag für sich verbuchen konnten, haben bereits Susanne Schaper und Ulrich Oehme den erneuten Antritt bekannt gegeben. Auch der Kandidat ohne Partei im Rücken, Lars Faßmann, wird sich erneut im zweiten Wahlgang zur Verfügung stellen. Bereits am vergangenen Sonntag, hatte er das Potential der Nichtwähler angesprochen.

Mittlerweile haben auch die ersten OB-Bewerber ihre Kandidatur zurückgezogen. Sowohl Matthias Eberlein von den Freien Wählern, als auch Volkmar Zschocke von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, werden im zweiten Wahlgang nicht erneut antreten. Matthias Eberlein von den Freien Wählern spricht eine Wahlempfehlung für den parteilosen Kandidaten Lars Faßmann aus. Der ehemalige OB-Kandidat, Volkmar Zschocke hat sich ebenfalls für eine Wahlempfehlung entschieden und teilte seine Beweggründe für den Rücktritt der Kandidatur mit. Obwohl die Wahl auf Susanne Schaper von DIE LINKE gefallen ist, gab es bis zur Entscheidung auch weitere Gespräche mit dem SPD Kandidaten Sven Schulze.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren vor allem die Überschneidungen von Inhalten und Zielen für die Stadt Chemnitz. Sollten tatsächlich alle Wähler von Volkmar Zschocke ihre Stimme an Susanne Schaper geben, könnte auch sie am 11. Oktober zum zweiten Wahlgang die 20 Prozent Marke knacken. Bisher sind nur Volkmar Zschocke und Matthias Eberlein von der Kandidatur im zweiten Wahlgang zurückgetreten. Demzufolge könnten in der nächsten Wahlrunde zwei OB-Kandidatinnen und fünf OB-Kandidaten zur Wahl stehen.

Ob am zweiten Oktoberwochenende tatsächlich sieben Bewerber zur Auswahl stehen, wird bereits am 26. September bekannt gegeben. Eines ist jedoch schon jetzt klar: Der zweite Wahlgang wird für Spannung sorgen.