Sachsen sollen weniger bezahlen für Feiertag

Am Mittwoch ist in Sachsen gesetzlicher Feiertag. Und tatsächlich auch NUR in Sachsen. Seit 1995 haben die anderen Bundesländer den Buß- und Bettag nämlich abgeschafft.

Dafür, dass wir am Mittwoch frei haben, bezahlen wir allerdings auch. Es ist eben gerade nicht so, dass wir einen zusätzlichen Feiertag geschenkt bekommen haben, wie nach wie vor viele denken. Sächsische Arbeitnehmer führen dafür jeden Monat 0,5 Prozent ihres Bruttoeinkommens zusätzlich an die Pflegeversicherung ab.

Wenn es nach der FDP in Sachsen geht, sollte sich das ändern.

Denn mit den 0,5 Prozent sollte ursprünglich der evangelische Feiertag bezahlt werden. Rechnet man sich das Ganze jedoch durch, bezahlen wir Sachsen deutlich zu viel für unseren Buß- und Bettag und werden damit schlechter gestellt, als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern. Und das obwohl hier das Durchschnittsgehalt ohnehin schon niedriger ist.

Die FDP hat daher angeregt, dass das Thema auf Bundes- und Landesebene neu diskutiert werden sollte.

Wie Robert Malorny von der FDP mitteilte, ist es Ziel der Freien Demokraten, dass zukünftig keine Ungleichbehandlung mehr stattfindet. Denn im Vergleich zum Rest von Deutschland haben wir Sachsen ja auch nicht mehr Feiertage trotz Buß- und Bettag. Daher sollten wir auch keine 0,5 Prozent von unserem monatlichen Bruttogehalt abgeben müssen.

In den Koalitionsverhandlungen unserer Kenia-Regierung wird genau das, neben vielen anderen Themen, gerade heiß diskutiert. Bislang sei man jedoch zu keinem Ergebnis gekommen, so die FDP.

Sollte die Landesregierung NICHT für mehr Geld im Portemonnaie der Arbeitnehmer stimmen, streben die Freien Demokraten einen Bürgerentscheid über das Thema an. Damit würde es schließlich in der Hand der Sachsen liegen, ob der Buß- und Bettag bleibt oder nicht. Falls ja, dann jedoch zu den gleichen Konditionen wie bisher.